Perianale Fisteln zählen zu den belastendsten Komplikationen bei Morbus Crohn. Das neue TOpClass-System bietet eine strukturierte Einteilung und ermöglicht eine individuell abgestimmte Therapie – mit dem Ziel, die Lebensqualität der Betroffenen nachhaltig zu verbessern.
Trotz kostenlosem Anspruch auf jährliche Stuhltests zur Darmkrebsfrüherkennung nutzt nur ein Bruchteil der 50- bis 54-Jährigen in Deutschland dieses Angebot. Vor allem Männer lassen die Chance auf eine einfache, wirksame Vorsorge ungenutzt.
Die Schleizer Fleisch- und Wurstwaren GmbH ruft ihre Zwiebelmettwurst zurück – Grund ist die Detektion von Ehec-Erregern in einer Charge. Betroffen sind mehrere Bundesländer. Verbraucher sollten die Wurst keinesfalls essen und erhalten ihr Geld zurück.
In Mecklenburg-Vorpommern steigt die Zahl der EHEC-Infektionen – betroffen sind vor allem Kinder. Fünf von ihnen entwickelten das gefährliche HUS-Syndrom, das zu Nierenversagen führen kann. Die Behörden sind alarmiert, die Ursache bleibt bislang unklar. Erste Lebensmitteltests liefern keine Hinweise, die Suche nach dem Auslöser geht also weiter.
Bei lokal fortgeschrittenem Enddarmkrebs kann eine Kombination aus Strahlentherapie und gezielten Inhibitoren die Behandlungsergebnisse verbessern – erste präklinische Daten zeigen eine erhöhte Wirksamkeit bei gleichzeitig guter Verträglichkeit.
Im Landkreis Vorpommern-Rügen sind mehrere Kinder an dem gefährlichen EHEC-Erreger erkrankt – darunter auch Urlauber. Die Behörden stehen unter Druck, denn die Infektionsquelle ist noch unbekannt.
Drei wegweisende Projekte liefern neue Ansätze für die Versorgung chronisch kranker Menschen – mit medizinischen Fachangestellten (MFA) in Schlüsselrollen und digitalen Lösungen für mehr Lebensqualität. Der Innovationsausschuss zieht jetzt klare Konsequenzen.
GLP-1-Rezeptoragonisten wie Liraglutid oder Dulaglutid helfen nicht nur beim Abnehmen. Sie könnten auch vor bestimmten Krebsarten schützen – und das unabhängig vom Gewichtsverlust.
Rund 300.000 Menschen in Deutschland tragen ein unsichtbares Risiko in sich: das Lynch-Syndrom und haben damit per se ein erhöhtes (Darm-)Krebsrisiko. Auch die Gefahr für einen zweiten primären Darmkrebs steigt bei Betroffenen an. Eine Genotyp-Stratifizierung könnte zukünftig dazu beitragen, die Nachsorge künftig zu verbessern.
Oxidativer Stress, gestörte Darmflora und Mikronährstoffmangel: Eine stille Entzündung kann unbemerkt Leistung und Gesundheit beeinträchtigen – besonders bei Sportlerinnen und Sportlern. Wie hängen Ernährung, Darmgesundheit und Training zusammen – und was kann man präventiv tun?
Amylase/Trypsin-Inhibitoren (ATIs) stehen im Verdacht, Immunreaktionen auszulösen – bislang vor allem aus Weizen bekannt. Nun ist es erstmals gelungen, diese Proteine auch in Gerste präzise zu messen. Die Ergebnisse könnten neue Wege für die Züchtung besser verträglicher Lebensmittel eröffnen – mit Relevanz für Millionen Betroffene.
Menschen mit Typ-2-Diabetes haben nicht nur ein erhöhtes Risiko für Darmkrebs, sondern auch schlechtere Heilungschancen – vor allem, wenn ihre Tumoren arm an Immunzellen sind. Was dieses erhöhte Risiko befeuert könnte, haben Forscher am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) untersucht: Sie vermuten, dass der Zuckerstoffwechsel das…
Das Blutprotein Albumin kann harmlose Candida-albicans-Stämme in gefährliche Erreger verwandeln. Die Hefe nutzt dabei eine bislang unbekannte Strategie: Sie produziert unter Albumin-Einfluss ein zellschädigendes Lipid – ganz ohne klassische Virulenzfaktoren wie Hyphenbildung oder Toxine. Die Erkenntnisse könnten die Entwicklung realitätsnaher…
Zwei bekannte Herz-Biomarker könnten mehr verraten als gedacht: Erhöhte Troponin-T- und NT-proBNP-Werte deuten nicht nur auf Herzprobleme hin – sondern auch auf ein erhöhtes Krebsrisiko.
Bei Menschen mit familiärer adenomatöser Polyposis (FAP) ist das Risiko für Darm- und Zwölffingerdarmkrebs extrem hoch. Forschende aus Bonn haben nun einen entscheidenden Mechanismus im Immunsystem entdeckt, der zur Krebsentstehung beiträgt – und neue Therapieansätze ermöglicht.