Frauen, die während der Schwangerschaft an entzündlichen Darmerkrankungen leiden, zeigen veränderte Immunreaktionen in der Vaginalschleimhaut. Eine aktuelle Untersuchung macht deutlich, wie stark diese Prozesse mit dem individuellen Ernährungsverhalten verknüpft sind – und welchen Einfluss Ernährung auf Entzündungsmarker haben kann.
Die offene Resektion bei Darmkrebs geht vielfach mit einem erhöhten Risiko für postoperative Komplikationen sowie einem erhöhten Mortalitätsrisiko einher. Dabei wird der Heilungsverlauf oftmals durch Faktoren wie Alter, Komorbidität und den allgemeinen Gesundheitszustand beeinflusst.
Kann eine frühzeitige Operation die langfristige Krankheitskontrolle bei ilealem Morbus Crohn entscheidend verbessern? Die 10‑Jahres-Auswertung der LIR!C-Studie liefert klare Hinweise: Die ileozökale Resektion führt deutlich häufiger zu einer dauerhaften therapiefreien Remission als eine Infliximab-Therapie – besonders bei jüngeren Patienten. Trotz…
Menschen mit der chronisch-entzündlichen Darmkrankheit Morbus Crohn müssen vielfach stark auf ihre Ernährung achten. Bekannt ist, dass eine fastenähnliche Diätentzündungshemmend ist. Allerdings gab es bisher noch keine Erkenntnisse dazu, wie sich dieses Ernährungsprogramm auf den Krankheitsverlauf auswirkt. Genau dies wollten Wissenschaftler nun…
Eine internationale Forschungsgruppe zeigt, dass fast alle Menschen mit BMI-basiertem Adipositasstatus weitere messbare Kriterien erhöhter Körperfettmasse erfüllen – und ein Großteil bereits gesundheitliche Einschränkungen hat.
Es sind spannende Daten, die die US-amerikanische Mayo Clinic jetzt über die Behandlung des frühen Pankreaskarzinoms vorgelegt hat. Demnach ist es besser, der Operation eine neoadjuvante Chemotherapie vorzuschalten – auch wenn es sich um unkomplizierte Fälle handelt. Damit stehen die Studienergebnisse im Widerspruch zur gängigen Praxis und der…
Während bei der Beurteilung des Rezidivrisikos von Darmpolypen vor allem polypenspezifische Merkmale im Vordergrund stehen, zeigen neue Studiendaten, dass demografische Faktoren einen ebenso wichtigen Einfluss auf das Wiederauftreten kolorektaler Adenome haben.
Obwohl Bluthochdruck bei vielen Krebserkrankungen keine Rolle für das Rückfallrisiko spielt, zeigt eine aktuelle Analyse: Beim kolorektalen Karzinom könnte Hypertonie die Rezidivwahrscheinlichkeit messbar erhöhen.
Eine große französische Kohortenstudie legt nahe, dass bestimmte in verarbeiteten Lebensmitteln weit verbreitete Konservierungsstoffe mit einem erhöhten Krebsrisiko verbunden sein könnten – besonders einige Nicht‑Antioxidanzien.
Ein Mundbakterium rückt in den Fokus der Onkologie: Streptococcus anginosus kann über eine verstärkte Methionin-Freisetzung das Wachstum von Magenkarzinomen beschleunigen – und bietet neue Ansatzpunkte für Prävention und Therapie.
Neue Exomsequenzierungsdaten zeigen, wie frühe genetische Veränderungen in Polypen wichtige Hinweise auf hereditäre Risiken geben und Diagnosen bei Polyposis-Patienten präzisieren können.
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Bei fortgeschrittenem Darmkrebs ist eine Chemotherapie oft zentraler Bestandteil der Behandlung. Mit MicroOrganoSpheres, winzigen 3D-Tumormodellen aus Patientenproben, kann künftig schneller ermittelt werden, welche Chemotherapie am besten wirkt – ein Schritt hin zu hochpräziser individualisierter Krebsmedizin.
Eine strenge, kurzzeitige Gewichtsreduktion kann das Komplikationsrisiko bei adipösen Darmkrebspatienten vor der Operation verringern – und ist trotz Diagnose-Stress gut umsetzbar, wie eine aktuelle Studie zeigt.
Neue Forschung aus Lübeck und Kiel zeigt, warum die Darmbarriere von Morbus-Crohn-Patienten selbst in klinischer Remission geschwächt bleibt: Eine gestörte mitochondriale Energieproduktion in Immunzellen verhindert die Bildung zentraler Schutzantikörper. Die in Nature Communications veröffentlichte Studie stärkt den immunologischen…
Biomechanische Veränderungen des Darmgewebes könnten eine zentrale Rolle bei der Entstehung von frühem Darmkrebs spielen. Eine aktuelle Studie zeigt: Eine erhöhte Gewebesteifigkeit könnte ein bislang unterschätzter Risikofaktor sein – mit Konsequenzen für Prävention und Diagnostik.