Eine internationale Vergleichsstudie liefert erstmals robuste Referenzwerte: KI-Modelle identifizieren Bauchspeicheldrüsenkrebs in CT-Aufnahmen zuverlässiger als Radiologen – und eröffnen neue Perspektiven für die Früherkennung.
Aktuelle Studiendaten deuten darauf hin, dass Intervallfasten beim Abnehmen kaum besser wirkt als traditionelle Diäten. Entscheidend bleibt die Methode, die Patienten langfristig durchhalten – idealerweise mit ärztlicher Begleitung.
Eine große US-Analyse zeigt: Wer über Jahrzehnte regelmäßig viel Alkohol trinkt, erkrankt deutlich häufiger an Darm- und besonders Rektumkrebs – während Abstinenz das Adenomrisiko senken kann.
Bereits lange bevor im Pankreas ein Tumor sichtbar wird, beginnt ein aktiviertes Krebsgen, das umliegende Gewebe umzuprogrammieren. Es etabliert ein entzündliches, immunabwehrendes Mikromilieu, das ideale Bedingungen für die spätere Tumorentwicklung schafft. Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Universität Ulm konnte dieses…
Eine umfassende Registerstudie aus fünf nordischen Ländern liefert deutliche Entwarnung: Auch bei langfristiger Anwendung stehen Protonenpumpenhemmer (PPI) nicht im Zusammenhang mit einem gesteigerten Risiko für Magenkrebs.
Brauchen Frauen und Männer mit Darmkrebs unterschiedliche Therapien? Ein Dresdner Forschungsteam untersucht erstmals systematisch, welche molekularen Unterschiede zwischen den Geschlechtern den Verlauf von Darmkrebs beeinflussen – und wie daraus präzisere Therapien entstehen könnten.
Adipositas und metabolisch assoziierte steatotische Lebererkrankung (MASLD) rücken zunehmend in den Fokus therapeutischer Forschung – nicht zuletzt, weil viele Patienten trotz Lebensstilinterventionen nur unzureichend auf etablierte Maßnahmen ansprechen. Vor diesem Hintergrund wird seit einiger Zeit auch Berberin als potenzieller Wirkstoff zur…
Auch Jahre nach einer Krebsdiagnose kann ein gesunder Lebensstil maßgeblich die Lebenserwartung verbessern: Eine DKFZ-Studie zeigt, dass Nichtrauchen, Bewegung und ein normales Körpergewicht das Sterberisiko von Langzeitüberlebenden deutlich senken. Die Studie berücksichtigte auch Darmkrebs-Überlebende.
Ob Azetylsalizylsäure (ASS) vor Darmkrebs schützen kann, bleibt umstritten. Eine umfassende Cochrane-Analyse zeigt nun, dass Menschen ohne spezielles Risiko aus einer täglichen ASS-Einnahme wahrscheinlich keinen präventiven Nutzen ziehen, zugleich jedoch häufiger schwere Blutungen entwickeln.
Die Dauer der adjuvanten Kombinationstherapie aus Oxaliplatin und Fluoropyrimidin beim kolorektalen Karzinom (CRC) ist seit Jahrzehnten Gegenstand wissenschaftlicher Diskussionen. Längere Therapieintervalle steigern das Risiko für kumulative Neurotoxizität. Die SCOT-Studie liefert nun mit langem Follow-up neue Evidenz: Drei Monate adjuvante…
Nicht jeder Schmerz fühlt sich gleich an – seine Art prägt unser Empfinden. Innere Schmerzen wie Bauchweh empfinden wir nicht nur selbst intensiver, sie verstärken auch unser Mitgefühl für andere, vor allem für nahestehende Menschen. Eine Studie der Ruhr-Universität Bochum zeigt, wie stark dieser Effekt wirklich ist.
Mit dem neuen Videoformat „Drei Fragen an…“ starten wir eine Interviewreihe mit führenden Expertinnen und Experten der Medizin. Den Auftakt macht Prof. Dr. Martin Storr, Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie und Leiter des Zentrums für Endoskopie in Starnberg.
Die antibiotische Therapie der unkomplizierten akuten Appendizitis wird seit einigen Jahren als mögliche Option zur chirurgischen Appendektomie diskutiert. Belastbare Langzeitdaten über mehr als fünf Jahre lagen bislang jedoch noch nicht vor. Eine aktuelle Auswertung der finnischen APPAC-Studie schließt nun diese Lücke: Das 10-jährige Follow-up…
Neue Erkenntnisse aus der prospektiven PREdiCCt‑Kohorte zeigen: Bestimmte Ernährungsgewohnheiten könnten das Risiko für Schübe bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) deutlich beeinflussen. Besonders bei Patienten mit Colitis ulcerosa rückt ein zentraler Faktor in den Fokus – mit überraschend klaren Risikozuwächsen. Die Ergebnisse…
Neue Forschung zeigt, dass gewöhnliche Darmbakterien Proteine direkt in menschliche Zellen transportieren und so zentrale Immunprozesse steuern – mit potenziellen Folgen für Erkrankungen wie Morbus Crohn.