Antibiotika sind bei bakteriellen Infektionen lebensrettend. Allerdings bringt ihre Verwendung auch Nachteile mit sich. So schädigen sie etwa die Darmflora nachhaltig, wie eine aktuelle Studie nun zeigt.
Forschenden der Technischen Universität München ist es gelungen, das Standardantibiotikum Metronidazol chemisch so zu modifizieren, dass es Helicobacter pylori bis zu 60 mal effektiver ausschaltet – selbst resistente Stämme werden im Labor und im Tierversuch zuverlässig bekämpft.
Menschen mit Zöliakie leiden häufig unter Komorbiditäten. Oftmals sind sie von Diabetes, Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse, Lebererkrankungen und anderen Erkrankungen betroffen.
Neue Machine-Learning-Modelle ermöglichen präzisere Vorhersagen zu Überleben, Metastasierungsrisiko und Therapieerfolg bei Bauchspeicheldrüsenkrebs – und könnten die Entscheidungsfindung in Tumorboards künftig maßgeblich unterstützen.
Ein neu identifiziertes Virus im weit verbreiteten Darmbakterium Bacteroides fragilis könnte Einfluss auf die Entstehung von Darmkrebs haben – doch welche Rolle es tatsächlich spielt, müssen weitere Studien klären.
Eine aktuelle Modellierungsstudie zeigt, dass sowohl Koloskopie als auch FIT-Test das Darmkrebs- und Mortalitätsrisiko deutlich senken – am effektivsten jedoch ist eine Kombination beider Verfahren.
Frauen, die während der Schwangerschaft an entzündlichen Darmerkrankungen leiden, zeigen veränderte Immunreaktionen in der Vaginalschleimhaut. Eine aktuelle Untersuchung macht deutlich, wie stark diese Prozesse mit dem individuellen Ernährungsverhalten verknüpft sind – und welchen Einfluss Ernährung auf Entzündungsmarker haben kann.
Die offene Resektion bei Darmkrebs geht vielfach mit einem erhöhten Risiko für postoperative Komplikationen sowie einem erhöhten Mortalitätsrisiko einher. Dabei wird der Heilungsverlauf oftmals durch Faktoren wie Alter, Komorbidität und den allgemeinen Gesundheitszustand beeinflusst.
Kann eine frühzeitige Operation die langfristige Krankheitskontrolle bei ilealem Morbus Crohn entscheidend verbessern? Die 10‑Jahres-Auswertung der LIR!C-Studie liefert klare Hinweise: Die ileozökale Resektion führt deutlich häufiger zu einer dauerhaften therapiefreien Remission als eine Infliximab-Therapie – besonders bei jüngeren Patienten. Trotz…
Menschen mit der chronisch-entzündlichen Darmkrankheit Morbus Crohn müssen vielfach stark auf ihre Ernährung achten. Bekannt ist, dass eine fastenähnliche Diätentzündungshemmend ist. Allerdings gab es bisher noch keine Erkenntnisse dazu, wie sich dieses Ernährungsprogramm auf den Krankheitsverlauf auswirkt. Genau dies wollten Wissenschaftler nun…
Eine internationale Forschungsgruppe zeigt, dass fast alle Menschen mit BMI-basiertem Adipositasstatus weitere messbare Kriterien erhöhter Körperfettmasse erfüllen – und ein Großteil bereits gesundheitliche Einschränkungen hat.
Es sind spannende Daten, die die US-amerikanische Mayo Clinic jetzt über die Behandlung des frühen Pankreaskarzinoms vorgelegt hat. Demnach ist es besser, der Operation eine neoadjuvante Chemotherapie vorzuschalten – auch wenn es sich um unkomplizierte Fälle handelt. Damit stehen die Studienergebnisse im Widerspruch zur gängigen Praxis und der…
Während bei der Beurteilung des Rezidivrisikos von Darmpolypen vor allem polypenspezifische Merkmale im Vordergrund stehen, zeigen neue Studiendaten, dass demografische Faktoren einen ebenso wichtigen Einfluss auf das Wiederauftreten kolorektaler Adenome haben.
Obwohl Bluthochdruck bei vielen Krebserkrankungen keine Rolle für das Rückfallrisiko spielt, zeigt eine aktuelle Analyse: Beim kolorektalen Karzinom könnte Hypertonie die Rezidivwahrscheinlichkeit messbar erhöhen.
Eine große französische Kohortenstudie legt nahe, dass bestimmte in verarbeiteten Lebensmitteln weit verbreitete Konservierungsstoffe mit einem erhöhten Krebsrisiko verbunden sein könnten – besonders einige Nicht‑Antioxidanzien.