
Die Erlangung neuer Erkenntnisse über Zusammenhänge zwischen Bewegungsmustern und der Häufigkeit körperlicher Aktivität mit der Gesamtsterblichkeit sowie der Krebssterblichkeit war das Ziel einer aktuellen Untersuchung. Dazu wurden 85 Studien ausgewertet, die die körperliche Aktivität der Teilnehmenden zu mindestens 2 oder auch mehr Zeitpunkten betrachteten.
Das Ergebnis: Wer aktiv wird, hat verglichen mit Menschen, die inaktiv bleiben, ein um 20–40% geringeres Gesamt-Mortalitätsrisiko. Das gilt auch, wenn das Bewegungslevel unter den offiziellen Empfehlungen liegt.
Sport senkt Krebssterblichkeit um ein Viertel
Auch dann ist das Sterberisiko um 20–25% geringer als bei Menschen, die ihre körperliche Aktivität nicht steigern. Doch welche Rolle spielt Bewegung mit Blick auf die Krebssterblichkeit? Auch dies ist eine Frage, die in der Untersuchung beantwortet wurde.
Verglichen mit Menschen, die sich nicht bewegten, hatten Menschen, die Sport trieben, ein um 25% reduziertes Krebsrisiko. Verglichen mit dem Sterberisiko bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen ging das Risiko für die Krebssterblichkeit jedoch weitaus weniger stark zurück.
Eine Einschränkung in ihren Untersuchungen sehen die Wissenschaftler in der Tatsache, dass viele der einbezogenen Studien auf den subjektiven Einschätzungen der Teilnehmenden hinsichtlich ihrer Aktivität beruhen.
Fazit
Der Wechsel von Inaktivität hin zu Aktivität ist in jedem Alter lohnenswert und kann das Sterberisiko senken. Mit Blick auf die Krebssterblichkeit lässt sich hingegen keine konkrete Aussage treffen.

