Trotz verbesserten und flächendeckenden Vorsorgeangeboten erkranken in Deutschland noch immer fast 60.000 Menschen jährlich an Darmkrebs. Bei den Frauen ist der Darmkrebs die zweithäufigste Krebserkrankung, bei den Männern steht er an dritter Position. Zu den Risikofaktoren zählen Tabakkonsum und Übergewicht – in geringerem Umfang erhöhen aber auch chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn das Erkrankungsrisiko. Letzteren Krankheiten wurde in den vergangenen Jahren ein enormes Forschungsinteresse zuteil. Alle Neuigkeiten rund um das Themengebiet der CED finden Sie auch in unserem Extra-Themenbereich „CED“.  

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Randomisiert kontrollierte StudieReizdarmsyndrom: Diätetische Interventionen reduzieren Schweregrad wirksamer als pharmakologische Therapie

Eine FODMAP-arme Ernährungsweise stellt einen Teil der Erstlinientherapieoption für Patientinnen und Patienten mit Reizdarmsyndrom (RDS) dar. Und das nicht ohne Grund: Schwedische Forschende bestätigten den Stellenwert von Ernährungsumstellungen nun in einer randomisiert kontrollierten Studie, indem sie zeigen, dass diätetische Interventionen den…

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Adipositas: Ursache für erhöhtes Darmkrebsrisiko identifiziert

Eine kürzlich veröffentlichte internationale Studie unter Beteiligung des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) zeigt, dass Menschen mit einem übermäßigen Körperfettanteil ein höheres Risiko haben, an Darmkrebs zu erkranken.

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Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen: Anti-TNF-Therapie verschlechtert Nierenfunktion

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) beschränken sich in ihrem Beschwerdebild nicht allein auf den Magen-Darm-Trakt, sondern können auch zum Fortschreiten der chronischen Nierenerkrankung beitragen. Die Entwicklung von biologischen Therapien, wie bspw. von Anti-Tumor-Nekrose-Faktor (TNF)-Wirkstoffen hat die Behandlung der CED…

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Darmkrebs: Wie kann die Inanspruchnahme von Vorsorgeprogrammen gesteigert werden?

Studien belegen variierende Darmkrebsinzidenzen und -sterblichkeitsraten in unterschiedlichen demografischen Gruppen und ethnischen Zugehörigkeiten. Dies ist auch auf eine differierende Inanspruchnahme der Darmkrebsvorsorge zurückzuführen. Insbesondere automatisierte und personalisierte Ansprachen könnten die Teilnahmequote an…

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Darmkrebsvorsorge: Auch die kleine Darmspiegelung ist effektiver als ihr Ruf

Die als „kleine Darmspiegelung“ bezeichnete flexible Sigmoidoskopie ist weniger aufwendig und weniger kostenintensiv als die endoskopische Untersuchung des gesamten Dickdarms, die Koloskopie. Das macht sie als Darmkrebs-Screeningmethode interessant. Bislang wird die Sigmoidoskopie allerdings nur wenig zur Darmkrebsvorsorge eingesetzt. In…

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Darmspiegelung zur Krebsfrüherkennung: Längerer Zeitabstand zwischen zwei Untersuchungen möglich

Welche Frist zwischen zwei aufeinanderfolgenden Koloskopien bringt die beste Früherkennung von Darmkrebs? Laut neuesten Erkenntnissen kann der Zeitabstand möglicherweise über die bisher empfohlenen zehn Jahre hinaus auf 15 Jahre vergrößert werden, wenn die erste Untersuchung unauffällig ist. Auch für Menschen mit Darmkrebs im Familienkreis kann…

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Reizdarmsyndrom: Darauf sollte man im Umgang mit den Patienten achten

Inzwischen haben Gastroenterologinnen und Gastroenterologen nahezu täglich mit Patienten, die an einem Reizdarm leiden, zu tun. Dabei ist die optimale Therapiestrategie längst nicht die einzige Herausforderung, die das Reizdarmsyndrom, kurz RDS, mit sich bringt. „Insbesondere den hohen Erwartungen, mit denen Patientinnen und Patienten zu uns…

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Fäkaler Mikrobiota-Transfer (FMT) in Deutschland – Status und Perspektive

Der Fäkale Mikrobiota-Transfer (FMT) ist eine Behandlung zur Modulation der gastrointestinalen Mikrobiota. Der Einsatz bei rezidivierender Clostridioides-difficile-Infektion (rCDI) ist europaweit etabliert und wird in nationalen und internationalen Leitlinien empfohlen. Der FMT ist in Deutschland im Fallpauschalensystem der Krankenhäuser…

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Risiko mehr als verdreifachtZöliakie erhöht Risiko für Reizdarmsyndrom

Bislang gab es mehrere Studien, die darauf hindeuteten, dass ein Reizdarmsyndrom (RDS) wohl auch durch eine Zöliakie getriggert werden kann. Allerdings variieren die bisherigen Studien in der Stärke des Zusammenhangs und es ist unklar, inwiefern sich das Risiko im Laufe der Zeit verhält. Ein schwedisches Forschendenteam führte angesichts dessen nun…

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Darmmikrobiota und Antibiotika: Fehlendes Puzzlestück entdeckt

Wie sich Darmbakterien an ihre Umwelt anpassen, ist noch nicht vollständig entschlüsselt. Forschende des Würzburger Helmholtz-Instituts für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI) und der University of California, Berkeley, USA, konnten nun eine wichtige Lücke schließen: Sie haben eine kleine Ribonukleinsäure (sRNA) nachgewiesen, die die…

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Koloskopie: Mithilfe von KI mehr Polypen detektieren

Studien zum Effekt einer computerunterstützten Detektion („computer-aided detection“, CAD) in der täglichen klinischen Praxis sind selten. Ziel dieser Studie war es, ein neues CAD-System im Rahmen einer Screening- und Überwachungskoloskopie zu untersuchen.

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Kolorektales Karzinom: Wie sinnvoll sind Multivitamine nach der Krebsdiagnose?

Leben Patienten mit Darmkrebs länger, wenn sie Multivitamine einnehmen? Bei einigen Vitaminen wird immer wieder von einer krebsschützenden Wirkung berichtet. Auch bei kolorektalen Karzinomen (CRC) scheint eine geringere Inzidenz mit der Einnahme von Vitamintabletten assoziiert zu sein. Allerdings blieb der Einfluss auf das Überleben bei CRC bislang…

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Simulation zeigt:Koloskopie-Screening verringert Darmkrebs-Inzidenz um 30%

Inzwischen hat die Koloskopie die Sigmoidoskopie bei der Darmkrebsvorsorge überwiegend ersetzt. Auch zurecht? Den Ergebnissen einer aktuellen vergleichenden Simulationsstudie zufolge ja. Denn diese fand einen zusätzlichen präventiven Effekt auf die Darmkrebs-Inzidenz und -Mortalität durch das Koloskopie-Screening im Vergleich zur Früherkennung…