Yersinia pseudotuberculosis nutzt Temperaturunterschiede, um zwischen harmlosem Umweltkeim und aggressivem Krankheitserreger umzuschalten. Ein Forschungsteam aus Bochum und Münster zeigt nun, dass das DNA-Bindeprotein Fis dabei eine zentrale Rolle spielt: Bei 25 Grad Celsius unterdrückt es Virulenzgene – fehlt es, werden selbst wechselwarme…
Wenig Fleisch, dafür viel Obst und Gemüse – eine pflanzenbasierte Ernährung gilt als gesund. Eine internationale Metaanalyse mit über 1,8 Millionen Teilnehmenden zeigt jetzt: Nicht jede pflanzenbetonte Kost schützt gleichermaßen vor Krebs – manche Ernährungsformen sind sogar mit einem erhöhten Risiko verbunden.
Menschen mit Zöliakie leiden häufig unter Komorbiditäten. Oftmals sind sie von Diabetes, Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse, Lebererkrankungen und anderen Erkrankungen betroffen.
Eine aktuelle Modellierungsstudie zeigt, dass sowohl Koloskopie als auch FIT-Test das Darmkrebs- und Mortalitätsrisiko deutlich senken – am effektivsten jedoch ist eine Kombination beider Verfahren.
Ein Forschungsteam der Universität Siegen hat einen zentralen Mechanismus des darmeigenen Immunsystems entschlüsselt und untersucht nun, wie sich gestörte Signalwege bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa gezielt beeinflussen lassen. Das Projekt könnte den Weg zu neuen Medikamenten ebnen – und setzt zugleich auf tierexperimentelle Alternativen.
Frauen, die während der Schwangerschaft an entzündlichen Darmerkrankungen leiden, zeigen veränderte Immunreaktionen in der Vaginalschleimhaut. Eine aktuelle Untersuchung macht deutlich, wie stark diese Prozesse mit dem individuellen Ernährungsverhalten verknüpft sind – und welchen Einfluss Ernährung auf Entzündungsmarker haben kann.
Die offene Resektion bei Darmkrebs geht vielfach mit einem erhöhten Risiko für postoperative Komplikationen sowie einem erhöhten Mortalitätsrisiko einher. Dabei wird der Heilungsverlauf oftmals durch Faktoren wie Alter, Komorbidität und den allgemeinen Gesundheitszustand beeinflusst.
Was ist Darmgesundheit? Ein internationales ISAPP-Gremium – mit Beteiligung der Universität Hohenheim – hat erstmals festgelegt, was Darmgesundheit wissenschaftlich bedeutet. Die neue Definition soll Forschung, Medizin und Kommunikation künftig auf eine gemeinsame Basis stellen.
Während bei der Beurteilung des Rezidivrisikos von Darmpolypen vor allem polypenspezifische Merkmale im Vordergrund stehen, zeigen neue Studiendaten, dass demografische Faktoren einen ebenso wichtigen Einfluss auf das Wiederauftreten kolorektaler Adenome haben.
Obwohl Bluthochdruck bei vielen Krebserkrankungen keine Rolle für das Rückfallrisiko spielt, zeigt eine aktuelle Analyse: Beim kolorektalen Karzinom könnte Hypertonie die Rezidivwahrscheinlichkeit messbar erhöhen.
Neue Exomsequenzierungsdaten zeigen, wie frühe genetische Veränderungen in Polypen wichtige Hinweise auf hereditäre Risiken geben und Diagnosen bei Polyposis-Patienten präzisieren können.
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Bei fortgeschrittenem Darmkrebs ist eine Chemotherapie oft zentraler Bestandteil der Behandlung. Mit MicroOrganoSpheres, winzigen 3D-Tumormodellen aus Patientenproben, kann künftig schneller ermittelt werden, welche Chemotherapie am besten wirkt – ein Schritt hin zu hochpräziser individualisierter Krebsmedizin.
Eine strenge, kurzzeitige Gewichtsreduktion kann das Komplikationsrisiko bei adipösen Darmkrebspatienten vor der Operation verringern – und ist trotz Diagnose-Stress gut umsetzbar, wie eine aktuelle Studie zeigt.
Biomechanische Veränderungen des Darmgewebes könnten eine zentrale Rolle bei der Entstehung von frühem Darmkrebs spielen. Eine aktuelle Studie zeigt: Eine erhöhte Gewebesteifigkeit könnte ein bislang unterschätzter Risikofaktor sein – mit Konsequenzen für Prävention und Diagnostik.
Eine große US-Analyse zeigt: Wer über Jahrzehnte regelmäßig viel Alkohol trinkt, erkrankt deutlich häufiger an Darm- und besonders Rektumkrebs – während Abstinenz das Adenomrisiko senken kann.