Die offene Resektion bei Darmkrebs geht vielfach mit einem erhöhten Risiko für postoperative Komplikationen sowie einem erhöhten Mortalitätsrisiko einher. Dabei wird der Heilungsverlauf oftmals durch Faktoren wie Alter, Komorbidität und den allgemeinen Gesundheitszustand beeinflusst.
Was ist Darmgesundheit? Ein internationales ISAPP-Gremium – mit Beteiligung der Universität Hohenheim – hat erstmals festgelegt, was Darmgesundheit wissenschaftlich bedeutet. Die neue Definition soll Forschung, Medizin und Kommunikation künftig auf eine gemeinsame Basis stellen.
Während bei der Beurteilung des Rezidivrisikos von Darmpolypen vor allem polypenspezifische Merkmale im Vordergrund stehen, zeigen neue Studiendaten, dass demografische Faktoren einen ebenso wichtigen Einfluss auf das Wiederauftreten kolorektaler Adenome haben.
Obwohl Bluthochdruck bei vielen Krebserkrankungen keine Rolle für das Rückfallrisiko spielt, zeigt eine aktuelle Analyse: Beim kolorektalen Karzinom könnte Hypertonie die Rezidivwahrscheinlichkeit messbar erhöhen.
Neue Exomsequenzierungsdaten zeigen, wie frühe genetische Veränderungen in Polypen wichtige Hinweise auf hereditäre Risiken geben und Diagnosen bei Polyposis-Patienten präzisieren können.
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Bei fortgeschrittenem Darmkrebs ist eine Chemotherapie oft zentraler Bestandteil der Behandlung. Mit MicroOrganoSpheres, winzigen 3D-Tumormodellen aus Patientenproben, kann künftig schneller ermittelt werden, welche Chemotherapie am besten wirkt – ein Schritt hin zu hochpräziser individualisierter Krebsmedizin.
Eine strenge, kurzzeitige Gewichtsreduktion kann das Komplikationsrisiko bei adipösen Darmkrebspatienten vor der Operation verringern – und ist trotz Diagnose-Stress gut umsetzbar, wie eine aktuelle Studie zeigt.
Biomechanische Veränderungen des Darmgewebes könnten eine zentrale Rolle bei der Entstehung von frühem Darmkrebs spielen. Eine aktuelle Studie zeigt: Eine erhöhte Gewebesteifigkeit könnte ein bislang unterschätzter Risikofaktor sein – mit Konsequenzen für Prävention und Diagnostik.
Eine große US-Analyse zeigt: Wer über Jahrzehnte regelmäßig viel Alkohol trinkt, erkrankt deutlich häufiger an Darm- und besonders Rektumkrebs – während Abstinenz das Adenomrisiko senken kann.
Eine 79-jährige Patientin galt als austherapiert, bis ein Ärzteteam im Pius-Hospital Oldenburg auf Holomedizin setzte: Mit Augmented Reality verwandelten sie radiologische Daten in dreidimensionale Hologramme – und konnten den Krebs erfolgreich operieren. Für die Patientin ein zweites Leben und die Erfüllung eines lang gehegten Traums.
Brauchen Frauen und Männer mit Darmkrebs unterschiedliche Therapien? Ein Dresdner Forschungsteam untersucht erstmals systematisch, welche molekularen Unterschiede zwischen den Geschlechtern den Verlauf von Darmkrebs beeinflussen – und wie daraus präzisere Therapien entstehen könnten.
Auch Jahre nach einer Krebsdiagnose kann ein gesunder Lebensstil maßgeblich die Lebenserwartung verbessern: Eine DKFZ-Studie zeigt, dass Nichtrauchen, Bewegung und ein normales Körpergewicht das Sterberisiko von Langzeitüberlebenden deutlich senken. Die Studie berücksichtigte auch Darmkrebs-Überlebende.
Ob Azetylsalizylsäure (ASS) vor Darmkrebs schützen kann, bleibt umstritten. Eine umfassende Cochrane-Analyse zeigt nun, dass Menschen ohne spezielles Risiko aus einer täglichen ASS-Einnahme wahrscheinlich keinen präventiven Nutzen ziehen, zugleich jedoch häufiger schwere Blutungen entwickeln.
Die Dauer der adjuvanten Kombinationstherapie aus Oxaliplatin und Fluoropyrimidin beim kolorektalen Karzinom (CRC) ist seit Jahrzehnten Gegenstand wissenschaftlicher Diskussionen. Längere Therapieintervalle steigern das Risiko für kumulative Neurotoxizität. Die SCOT-Studie liefert nun mit langem Follow-up neue Evidenz: Drei Monate adjuvante…
Mit dem neuen Videoformat „Drei Fragen an…“ starten wir eine Interviewreihe mit führenden Expertinnen und Experten der Medizin. Den Auftakt macht Prof. Dr. Martin Storr, Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie und Leiter des Zentrums für Endoskopie in Starnberg.