Trotz verbesserten und flächendeckenden Vorsorgeangeboten erkranken in Deutschland noch immer fast 60.000 Menschen jährlich an Darmkrebs. Bei den Frauen ist der Darmkrebs die zweithäufigste Krebserkrankung, bei den Männern steht er an dritter Position. Zu den Risikofaktoren zählen Tabakkonsum und Übergewicht – in geringerem Umfang erhöhen aber auch chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn das Erkrankungsrisiko. Letzteren Krankheiten wurde in den vergangenen Jahren ein enormes Forschungsinteresse zuteil. Alle Neuigkeiten rund um das Themengebiet der CED finden Sie auch in unserem Extra-Themenbereich „CED“.  

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Menge an Tumorstroma und lymphozytäre Infiltration könnten TNM-Staging ergänzenKolorektales Karzinom: Histopathologie und Plasmaspiegel von CA-125 stehen in Zusammenhang mit der Prognose

Das TNM-Klassifikationssystem, das die Tumorgröße und die Ausbreitung der Tumorzellen abbildet, gilt als etablierter Prädiktor für das Überleben der Patientinnen und Patienten mit Darmkrebs. Allerdings wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche weitere Faktoren mit der Prognose in Verbindung gebracht, die nicht Teil des TNM-Systems sind.…

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DGVS TagungViszeralmedizin 2023: Update CED Teil II

Neben den neuen Wirkstoffen für die chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED), die das Therapiespektrum erheblich erweitern, gibt es gleichzeitig Bestrebungen, mögliche EXIT-Strategien zu identifizieren. Dabei spielt auch die Ileozökalresektion eine wichtige Rolle.

Prof. Britta Siegmund von der Charité Universitätsmedizin Berlin berichtete…

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Integration der Liquid Biopsy in die Routinepraxis?Darmkrebs: Monitoring der ctDNA liefert wichtige Erkenntnisse zum Therapieansprechen

Die Analyse von Mutationen bei Patientinnen und Patienten mit metastasierten kolorektalen Karzinomen (KRKs) kann die Wahl der passenden Therapie entscheidend beeinflussen. Die Liquid Biopsy mit Untersuchung der zirkulierenden Tumor-DNA (circulating tumor DNA; ctDNA) stellt dabei nicht nur für die molekulare Charakterisierung des Tumors einen…

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DGVS TagungViszeralmedizin 2023: Update CED Teil I

Bei kaum einer Erkrankung war das Tempo hinsichtlich neuer Therapien in den vergangenen Jahren ähnlich hoch wie bei den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED). Und auch in diesem Jahr erhielten bereits einige neue Wirkstoffe eine Zulassung. Was diese können und welche Substanz wann indiziert ist, erläuterte Prof. Dr. med. Britta Siegmund…

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DGVS TagungViszeralmedizin 2023: Update Gastrointestinale Onkologie

Auf dem Gebiet der gastrointestinalen Onkologie gab es in den vergangenen Monaten zahlreiche Studien, die wichtige Therapieerkenntnisse lieferten. Auf der diesjährigen DGVS-Tagung fasste Prof. Dr. med. Matthias P. Ebert vom Universitätsklinikum Mannheim nun die wichtigsten neuen Erkenntnisse zusammen.

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Dünndarmverschluss aufgrund eines Tumors: Operieren oder konservativ behandeln?

Ein Dünndarmverschluss kann ein lebensbedrohlicher Notfall sein. Nicht selten wird noch in der Notaufnahme mit der Therapie begonnen. Ist der Darm nicht vollständig verschlossen, kommen zunächst konservative Therapiemöglichkeiten zum Einsatz. Kann die Blockade damit nicht gelöst werden, ist ein operativer Eingriff erforderlich.

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Darmkrebs: Beschleunigte Diagnosestellung dank KI-basierter Biomarkererkennung

Zum ersten Mal zeigen Forschende von Helmholtz Munich und der Technischen Universität Dresden (TU Dresden) nun, dass Vorhersagen basierend auf künstlicher Intelligenz (KI) vergleichbare Ergebnisse, wie klinische Tests an Biopsien von Patient:innen mit kolorektalem Karzinom liefern können.

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Endoskopisches LehrvideoAortoduodenale Fistel

In unserem neuesten Video sehen Sie einen kurzen Ausschnitt aus einer Endoskopie, die Prof. Dr. Jochen Weigt aus Magdeburg im Auftrag seine gefäßchirurgischen Kolleginnen und Kollegen durchführte, um nach einer eventuell vorliegenden aortoduodenalen Fistel zu suchen.

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Existenz von SAFIRA als prognostischer MarkerAggressivität von Magen- und Dickdarm-Tumoren schnell und sicher beurteilen

Ein an der Universitätsmedizin Augsburg entwickeltes Verfahren erlaubt es, die Aggressivität bestimmter Tumoren mit großer Sicherheit einzuschätzen. Mit der einfachen und äußerst kostengünstigen Methode lässt sich etwa eine Verlaufsprognose für Magen- oder Dickdarmkrebs abgeben. Gerade bei Magentumoren war die Beurteilung bislang schwierig.

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Expertenbeitrag:Histaminintoleranz: Medizinisch kein einfach zu diagnostizierendes Krankheitsbild

Die Histaminintoleranz (HIT) ist aufgrund der Vielfältigkeit der möglichen Symptome und ihrer großen Präsenz in Medien eine von Patienten häufig gestellte Selbstdiagnose. Eine medizinisch gesicherte Diagnosestellung ist allerdings gar nicht so einfach. Unser Experte Prof. Dr. Martin Storr erläutert in diesem Beitrag, wie in einem Verdachtsfall…

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Fortgeschrittenes RektumkarzinomBei bestimmten MRT-Merkmalen kann auf eine neoadjuvante Chemoradiotherapie verzichtet werden

In Deutschland erhalten Patientinnen und Patienten mit einem Rektumkarzinom im Stadium II und III in der Regel zunächst eine neoadjuvante Chemoradio- oder Strahlentherapie. Die Behandlungen zielen darauf ab, den Tumor zu verkleinern, das lokoregionale Rezidivrisiko zu minimieren und die Überlebensrate zu erhöhen. Unter bestimmten Voraussetzungen…

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DGVS informiert:Morbus Crohn und Colitis ulcerosa: Behandlungsmöglichkeiten erweitern sich rasant

Die Behandlungsmöglichkeiten für Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) erweitern sich derzeit mit hoher Geschwindigkeit. Allein in den vergangenen 12 Monaten wurden mehrere Wirkstoffe zugelassen, die auf unterschiedliche Weise die überschießende Aktivität des Immunsystems modulieren und die für die Patientinnen und Patienten…

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Entstehung von DarmerkrankungenDarmbakterien können Darmbarriere schwächen

Ein Forschungsteam des Centrums für Thrombose und Hämostase (CTH) der Universitätsmedizin Mainz hat erstmals gezeigt, dass Darmbakterien die Darmbarriere schwächen können. Dabei hemmen sie den Hedgehog-Signalweg. Dieser ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass sich eine funktionierende Darmbarriere bildet.