Auch vor der Gastroenterologie machen die Entwicklungen im Rahmen von Künstlicher Intelligenz (KI) nicht Halt. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig – ob bei der Auswertung endoskopischer Videos oder bei der Vorhersage möglicher Krankheitsverläufe. KI-basierte Methoden und Modelle des maschinellen Lernens könnten durch Automatisierung und Vereinheitlichung den Praxis- und Klinikalltag in Zukunft erheblich erleichtern.

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Bevölkerungsbasierte KohortenstudieBariatrischer Eingriff wirkt sich positiv auf Gewichtszunahme in der Schwangerschaft aus

Derzeit gelten bariatrische Eingriffe als wirksamste Behandlungsoption bei Adipositas. Bei Frauen im gebärfähigen Alter scheint ein Magenbypass oder eine Sleeve-Gastrektomie früheren Studien zufolge zudem das Risiko für Schwangerschaftsdiabetes, Präeklampsie und einen Kaiserschnitt zu verringern– im Vergleich zu adipösen Frauen ohne eine Operation.…

FallvideoEndoskopische Echtzeit-Charakterisierung einer Läsion bei Colitis ulcerosa

Bei lang andauernder Colitis ulcerosa ist eine sorgfältige Beobachtung und optische Diagnose entscheidend für den Erfolg der Patientinnen und Patienten nach einer Überwachungskoloskopie [1]. Die Charakterisierung verdächtiger Bereiche und Läsionen ist jedoch aufgrund entzündlicher und postinflammatorischer Veränderungen und der Variabilität…

FallvideoIntestinale Anomalien

Aufgrund intermittierender Bauchschmerzen, die bereits seit sechs Monaten andauerten, wurde eine 57-jährige Frau ins Krankenhaus eingeliefert. Die Computertomographie zeigte eine Verbindung zwischen einem Teil des Dünndarms und dem angrenzenden Segment des Colon sigmoideum mit einer Lumenerweiterung und lokalen Luft- und Flüssigkeitsansammlungen…

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Bildgebung bei kolorektalen Lebermetastasen:Sollte die CT durch eine kontrastmittelverstärkte MRT ergänzt werden?

Etwa die Hälfte aller Patientinnen und Patienten mit einem kolorektalem Karzinom entwickelt im Krankheitsverlauf Lebermetastasen. In bis zu 20% der Fälle finden sich diese bereits zum Zeitpunkt der Erstdiagnose. Für das therapeutische Management der Lebermetastasen kommt routinemäßig eine kontrastmittelverstärkte Mehrschicht-Computertomografie (CT)…

Pros and cons on scales. One negative outweighs many positives.
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Nutzen-Risiko-VerhältnisEinsatz der Immun-Checkpoint-Blockade in der perioperativen Therapie mit mehr behandlungsbedingten Nebenwirkungen verbunden

Durch die Therapie mit Immun-Checkpoint-Inhibitoren (ICIs) konnten die Überlebenschancen vieler Krebspatienten beträchtlich verbessert werden. Eine aktuelle Metaanalyse ermittelte nun allerdings auch eine Zunahme der behandlungsbedingten Nebenwirkungen durch den Zusatz einer Immun-Checkpoint-Blockade zur perioperativen Therapie.

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Endoskopische Erkennung von Speiseröhrenkrebs: Höhere Genauigkeit durch KI?

Durch die hochauflösende Endoskopie mit Weißlicht und das Narrow Band Imaging (NBI) konnten große Fortschritte bei der Früherkennung von Krebs sowie der Charakterisierung verdächtiger Läsionen erzielt werden. Dennoch bleibt die endoskopische Diagnose von Plattenepithelkarzinomen und Präkanzerosen in der Speiseröhre eine Herausforderung. Ein…

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Barrett-Ösophagus: Einmalige ÖGD reicht nicht immer

Leitlinien empfehlen bei Personen mit mehreren Risikofaktoren für einen Barrett-Ösophagus (BE) eine einmalige Ösophagogastroduodenoskopie (ÖGD). Eine Studie aus den USA legt jetzt nahe, dass bei sorgfältig ausgewählten Patienten mit gastroösophagealem Reflux (GERD) und mehr als zwei BE-Risikofaktoren eine zweite Screening-Untersuchung erwogen werde…

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Roboterassistierte und laparoskopische Cholezystektomie im VergleichRoboterassistierter Eingriff häufiger mit Verletzungen verbunden

Die Cholezystektomie war 1997 die erste roboterassistierte Operation. Seither erobern Operationsroboter die Kliniken, auch weil sie als sehr präzise gelten. Jüngere Studien lassen jedoch Zweifel an der Sicherheit von roboterassistierten Eingriffen aufkommen. Eine aktuelle Studie der Universität Michigan bestätigte diese Bedenken nun und zeigte,…

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IQWiG empfiehlt randomisierte StudieEinsetzen einer Magnetkette um die Speiseröhre könnte bei Refluxkrankheit Vorteile bieten

Im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) untersucht, ob die Methode „Magnetische Sphinkter-Augmentation“ (MSA) bei gastroösophagealer Refluxkrankheit das Potenzial besitzt, eine Behandlungsalternative zu einer per Bauchspiegelung durchgeführten…

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Menge an Tumorstroma und lymphozytäre Infiltration könnten TNM-Staging ergänzenKolorektales Karzinom: Histopathologie und Plasmaspiegel von CA-125 stehen in Zusammenhang mit der Prognose

Das TNM-Klassifikationssystem, das die Tumorgröße und die Ausbreitung der Tumorzellen abbildet, gilt als etablierter Prädiktor für das Überleben der Patientinnen und Patienten mit Darmkrebs. Allerdings wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche weitere Faktoren mit der Prognose in Verbindung gebracht, die nicht Teil des TNM-Systems sind.…

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DGVS TagungViszeralmedizin 2023: Update CED Teil II

Neben den neuen Wirkstoffen für die chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED), die das Therapiespektrum erheblich erweitern, gibt es gleichzeitig Bestrebungen, mögliche EXIT-Strategien zu identifizieren. Dabei spielt auch die Ileozökalresektion eine wichtige Rolle.

Prof. Britta Siegmund von der Charité Universitätsmedizin Berlin berichtete…

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Integration der Liquid Biopsy in die Routinepraxis?Darmkrebs: Monitoring der ctDNA liefert wichtige Erkenntnisse zum Therapieansprechen

Die Analyse von Mutationen bei Patientinnen und Patienten mit metastasierten kolorektalen Karzinomen (KRKs) kann die Wahl der passenden Therapie entscheidend beeinflussen. Die Liquid Biopsy mit Untersuchung der zirkulierenden Tumor-DNA (circulating tumor DNA; ctDNA) stellt dabei nicht nur für die molekulare Charakterisierung des Tumors einen…