Beim resektablen Plattenepithelkarzinom des Ösophagus ist die robotergestützte Ösophagektomie der konventionellen thorakoskopischen Technik im Gesamtüberleben mindestens ebenbürtig – möglicherweise sogar überlegen. In der multizentrischen Phase-III-Studie RAMIE lag die 5-Jahres-Überlebensrate nun im Roboterarm bei 69,4% gegenüber 56,2% im…
Immuncheckpoint‑Inhibitoren in Kombination mit Chemotherapie gelten inzwischen als Standard in der Erstlinientherapie des HER2‑negativen fortgeschrittenen oder metastasierten Adenokarzinoms des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs. Unklar ist jedoch, welche Erhaltungsstrategie nach Induktionstherapie optimal ist. Eine Camrelizumab‑basierte…
Forschenden der Technischen Universität München ist es gelungen, das Standardantibiotikum Metronidazol chemisch so zu modifizieren, dass es Helicobacter pylori bis zu 60 mal effektiver ausschaltet – selbst resistente Stämme werden im Labor und im Tierversuch zuverlässig bekämpft.
Ein Mundbakterium rückt in den Fokus der Onkologie: Streptococcus anginosus kann über eine verstärkte Methionin-Freisetzung das Wachstum von Magenkarzinomen beschleunigen – und bietet neue Ansatzpunkte für Prävention und Therapie.
Nicht immer bietet ein zugelassenes Medikament bzw. ein neuer Wirkstoff auch einen Vorteil gegenüber dem bisherigen Therapiestandard. Daher hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) seit 2011 die Aufgabe, nach Markteintritt von neu zugelassenen Arzneimitteln eine Nutzenbewertung durchzuführen. Er prüft, ob und in welchem Ausmaß ein Zusatznutzen…
Eine umfassende Registerstudie aus fünf nordischen Ländern liefert deutliche Entwarnung: Auch bei langfristiger Anwendung stehen Protonenpumpenhemmer (PPI) nicht im Zusammenhang mit einem gesteigerten Risiko für Magenkrebs.
In Deutschland haben im vergangenen Jahr etwas mehr Menschen Organe gespendet, doch die Zahl reicht weiterhin nicht aus, um allen Patientinnen und Patienten auf den Wartelisten eine Transplantation zu ermöglichen.
Nicht jeder Schmerz fühlt sich gleich an – seine Art prägt unser Empfinden. Innere Schmerzen wie Bauchweh empfinden wir nicht nur selbst intensiver, sie verstärken auch unser Mitgefühl für andere, vor allem für nahestehende Menschen. Eine Studie der Ruhr-Universität Bochum zeigt, wie stark dieser Effekt wirklich ist.
Barrett-Ösophagus (BE) gilt als prämaligne Erkrankung des oberen Gastrointestinaltrakts, die nicht nur das Risiko für Ösophaguskarzinome (EC) erhöht, sondern auch mit einer gesteigerten Gesamtmortalität assoziiert ist. Neue Daten belegen nun, dass Personen mit Barrett-Ösophagus häufiger sterben, allerdings nicht nur aufgrund des Krebsrisikos.
Helicobacter pylori ist weltweit weit verbreitet – etwa jedes dritte Kind ist infiziert. Das Bakterium verursacht nicht nur Bauchschmerzen und Wachstumsstörungen, sondern gilt auch als bedeutender Risikofaktor für Magenkrebs. Forschende der University of Pennsylvania plädieren daher für eine routinemäßige Therapie bereits im Kindesalter – selbst…
Bauchschmerzen sind aufgrund ihrer unspezifischen, schwer lokalisierbaren und oft bedrohlich empfundenen Natur besonders anfällig für negative Erwartungseffekte. Eine aktuelle Studie der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und der Universitätsmedizin Essen belegt erstmals experimentell: Viszerale Schmerzen nehmen eine biologische…
Das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Trastzumab deruxtecan ist für mehrere Anwendungsgebiete zugelassen und wird zur Behandlung verschiedener Tumoren (etwa in Brust oder Lunge) eingesetzt. Neue Studiendaten belegen jetzt: Trastuzumab deruxtecan verbessert die Therapieergebnisse bei fortgeschrittenem HER2-positivem Magenkarzinom deutlich.
Auch zum Jahresende veröffentlicht der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) zahlreiche neue Nutzenbewertungen. In diesem Monat liegt der Fokus auf Arzneimitteln, die für das Leberzellkarzinom, Ösophagus- und Kolorektalkarzinom zugelassen wurden. Der G-BA ha geprüft, ob und in welchem Ausmaß ein Zusatznutzen gegenüber der zweckmäßigen…