Nur Subgruppen scheinen zu profitierenSenkt ein H.-pylori-Routinescreening nach akutem Herzinfarkt das gastrointestinale Blutungsrisiko?

Stephanie Schikora

Helicobacter pylori
Tatiana Shepeleva/stock.adobe.com
Nur bei MI-Patienten mit hohem Blutungsrisiko – angezeigt zum Beispiel durch eine Anämie – hatte ein H.-pylori-Screening einen positiven Effekt auf die Blutungsrate. Ein Standardscreening aller MI-Patienten lässt sich aus den Studiendaten nicht ableiten.

Der leitliniengerechte Einsatz einer antithrombotischen Therapie nach einem Myokardinfarkt senkt zwar das Risiko weiterer ischämischer Ereignisse, ist andererseits mit einem erhöhten Blutungsrisiko verbunden. Besteht zusätzlich eine H.-pylori-assoziierte Gastritis, steigt das Blutungsrisiko der Betroffenen weiter. Kann in dieser Situation ein routinemäßiges Helicobacter pylori-Screening dazu beitragen, das Blutungsrisiko zu senken? Nein, so das Ergebnis der HELP-MI-SWEDEHEART-Studie – außer vielleicht bei bestimmten Risikogruppen. 

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