Was hilft wirklich gegen Übelkeit, Erbrechen und Durchfall bei Krebs? Eine große Meta-Analyse bringt Klarheit: Natürliche Mittel wie Ingwer, Probiotika und Omega-3-Fettsäuren zeigen starke Wirkung gegen GI-Beschwerden. Andere Nahrungsergänzungsmittel enttäuschen – und gängige Empfehlungen greifen oft zu kurz.
Der Magenbypass kann das Risiko für Darmkrebs und Metastasen deutlich senken – und das überraschenderweise unabhängig vom Gewichtsverlust. Entscheidend scheint dafür die veränderte Zusammensetzung der Gallensäuren zu sein, die offenbar das Tumorwachstum beeinflusst. Erste Patientendaten stützen diesen Zusammenhang.
Chronische Diarrhö und Obstipation betreffen Millionen Menschen weltweit – und Koffein ist dabei ein potenzieller Einflussfaktor. Dabei hängt die Wirkung stark von der Dosis ab. Während moderater Konsum die Darmpassage fördern kann, erhöht ein hoher Koffeinkonsum das Risiko für Verstopfung. Für chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus…
Trotz kostenloser Vorsorgeangebote vermeiden viele Menschen medizinische Informationen – selbst bei potenziell lebensbedrohlichen Erkrankungen. Fast ein Drittel der Befragten will gar nicht wissen, ob sie krank sind. Die Gründe reichen von Angst über Überforderung bis hin zu mangelndem Vertrauen in das Gesundheitssystem.
Kann eine einfache Speichelprobe künftig ausreichen, um das Risiko für schwerwiegende Erkrankungen wie Endokarditis, Darmkrebs oder chronische Entzündungen frühzeitig zu erkennen – ganz ohne invasive Magenspiegelung? Zumindest ist es jetzt gelungen, das Mikrobiom des oberen Verdauungstrakts zuverlässig über Speichelproben zu charakterisieren und…
Der rasante Anstieg der Lebenserwartung im 20. Jahrhundert flacht deutlich ab. Wer zwischen 1939 und 2000 geboren wurde, wird laut Prognosen nicht mehr so alt wie frühere Generationen hoffen durften. Die Gründe liegen in der bereits stark gesunkenen Kindersterblichkeit – und in der langsamen Verbesserung der Überlebensraten im Alter.
Quelle: mit freundlicher Genehmigung von Prof. Dr. A. Tannapfel, Bochum
Die bisherige Forschung zur Ösophagusbarriere bei eosinophiler Ösophagitis (EoE) konzentrierte sich hauptsächlich auf die Integrität der epithelialen Schicht. Die Studie von Lenti et al. führt ein neues Konzept ein: Die Permeabilität der gastrointestinalen Schleimhaut wird demnach nicht nur auf epithelialer Ebene (durch interzelluläre…
Antibiotikaresistente Erreger sind eine der größten Bedrohungen für die globale Gesundheit – auch in Deutschland. Allein 2019 starben rund 45.700 Menschen im Zusammenhang mit solchen Infektionen, davon etwa 9.600 direkt aufgrund der Resistenz, so aktuelle Zahlen. Besonders betroffen: Blutstrom-, Atemwegs- und Bauchrauminfektionen.
Die Lebertransplantation ist die effektivste Behandlung für Lebererkrankungen im Endstadium, geht jedoch weiterhin mit schwerwiegenden Komplikationen, früher Patientenmortalität und Transplantatversagen einher. Eine frühzeitige Identifizierung von Hochrisikopatienten ist daher entscheidend. Der Einsatz von Kompositindizes konzentrierte sich im…
Die perioperative FLOT-Therapie hat sich als Standard bei lokal fortgeschrittenem Magen- und gastroösophagealem Karzinom etabliert. Doch wie beeinflussen Biomarker wie HER2, PD-L1, CLDN18.2 oder dMMR das Therapieansprechen? Eine japanische Studie liefert neue Einblicke: Nicht alle Marker halten, was sie versprechen.
Bei lokal fortgeschrittenem Enddarmkrebs kann eine Kombination aus Strahlentherapie und gezielten Inhibitoren die Behandlungsergebnisse verbessern – erste präklinische Daten zeigen eine erhöhte Wirksamkeit bei gleichzeitig guter Verträglichkeit.
Eine neuartige Bildgebungstechnologie macht jetzt kleinste Krebsvorstufen in der Speiseröhre sichtbar – und könnte damit Leben retten: Die O2E-Endoskopie liefert gestochen scharfe 3-dimensionale Bilder; so können Krebsläsionen im Ösophagus mit bislang unerreichter Präzision erkannt werden. Ob dies eine neue Ära in der Krebsdiagnostik einläutet,…
GLP-1-Rezeptoragonisten wie Liraglutid oder Dulaglutid helfen nicht nur beim Abnehmen. Sie könnten auch vor bestimmten Krebsarten schützen – und das unabhängig vom Gewichtsverlust.
Rund 300.000 Menschen in Deutschland tragen ein unsichtbares Risiko in sich: das Lynch-Syndrom und haben damit per se ein erhöhtes (Darm-)Krebsrisiko. Auch die Gefahr für einen zweiten primären Darmkrebs steigt bei Betroffenen an. Eine Genotyp-Stratifizierung könnte zukünftig dazu beitragen, die Nachsorge künftig zu verbessern.
Amylase/Trypsin-Inhibitoren (ATIs) stehen im Verdacht, Immunreaktionen auszulösen – bislang vor allem aus Weizen bekannt. Nun ist es erstmals gelungen, diese Proteine auch in Gerste präzise zu messen. Die Ergebnisse könnten neue Wege für die Züchtung besser verträglicher Lebensmittel eröffnen – mit Relevanz für Millionen Betroffene.