Eine aktuelle präklinische Studie zeigt: Acetylsalicylsäure kann die Metastasierung bei verschiedenen Tumorarten reduzieren – vermutlich durch die Hemmung von Thromboxan A₂, das die T-Zell-vermittelte Immunantwort unterdrückt.
Ein britisches Forschungsteam hat ein praxisnahes Vorhersagemodell zur Therapieindividualisierung bei Typ-2-Diabetes entwickelt. Mithilfe von nur 9 klinischen Routinedaten ermittelt ein Online-Kalkulator die optimale Substanzklasse – mit messbaren Vorteilen für den HbA1c-Wert und Folgekomplikationen.
Joghurt mit seinen probiotischen Kulturen wird eine gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben – unter anderem auch auf das Darmmikrobiom. Eine große Kohortenanalyse zeigt nun einen möglichen Zusammenhang mit einer reduzierten Rate an proximalem Darmkrebs.
Kann der Darm vor Transplantatversagen warnen? Eine aktuelle Studie liefert Hinweise darauf, dass mikrobiologische Veränderungen im Darmmikrobiom frühzeitig auf eine drohende Abstoßung der transplantierten Niere hinweisen können – ein möglicher Gamechanger für die Nachsorge in der Transplantationsmedizin.
Ein internationales Forschungsteam hat einen neuen Ansatz entwickelt, um insulinproduzierende Betazellen vor diabetesbedingten Schäden zu bewahren. Spezielle Moleküle – sogenannte molekulare Klebstoffe – stabilisieren eine entscheidende Protein-Interaktion, die den Zelltod verhindert. Die Erkenntnisse könnten den Weg für neuartige Therapien ebnen.
Hunger verändert unser (Ess-)Verhalten: Der Geschmack rückt in den Vordergrund, während Gesundheitsaspekte wie der Nährwert an Bedeutung verlieren. Das hat weitreichende Folgen für die Gestaltung von Prävention, Ernährungsempfehlungen und gesundheitsfördernden Maßnahmen im Alltag. Visuelle Hervorhebungen oder eine intelligente Platzierung in…
Wer regelmäßig pflanzliche Öle statt Butter konsumiert, senkt nicht nur das kardiovaskuläre Risiko, sondern auch die Krebssterblichkeit – teils deutlich.
Eine enterale Ernährung zur Remissionsinduktion bei einem Morbus Crohn ist wirksam, aber unbeliebt. Mit einer alltagstauglichen oralen Diät lassen sich jedoch offenbar vergleichbare Effekte erzielen – bei deutlich besserer Akzeptanz. Dies zumindest legen die Daten einer aktuellen israelischen Studie nahe.
Kontinuierliche Glukosemesssysteme sind für viele Menschen mit Diabetes nicht mehr wegzudenken. Zunehmend greifen jedoch auch stoffwechselgesunde Personen auf diese Technologie zurück, um ihre Ernährung zu „optimieren“. Eine aktuelle Studie warnt jetzt vor dem Einsatz der für Menschen mit Diabetes konzipierten und kalibrierten Systemen: Ihrer…
Die Mittelmeerdiät kann das Risiko für adipositasbedingte Tumorerkrankungen signifikant senken – selbst dann, wenn die Ernährungsempfehlungen nur unvollständig umgesetzt werden.
Verunsicherte Patienten, steigende Kosten, ein überlastetes System: Die mangelnde Gesundheitskompetenz in Deutschland nimmt dramatisch zu. Und sie betrifft längst nicht mehr nur vulnerable Gruppen.
Kann ein altbekanntes Antidiabetikum (altersbedingten) nicht übertragbaren Krankheiten vorbeugen? Zumindest das Risiko für die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes kann Metformin bei Menschen mit metabolischem Syndrom verringern – eine parallel getestete mediterrane Diät brachte alleine keine präventiven Effekt, verstärkte aber die Wirkung des…
Mit zunehmendem Alter verändert sich die Stoffwechselaktivität der Darmbakterien – zu Ungunsten des Wirts. So ist die Stoffwechselaktivität des Mikrobioms ist im Alter deutlich reduziert, und die Bakterien produzieren weniger lebenswichtige Substanzen, die der Körper benötigt. Das kann zur Alterung beitragen. Offensichtlich lässt sich der…
Viszerales Fett ist metabolisch aktiver und hat stärkere negative Effekte auf die Gesundheit als subkutanes Fett. Dennoch Bauchfett und Unterhautfettgewebe scheinen auf Einzelzellebene insgesamt recht ähnlich zu sein. Wie also lassen sich die funktionellen Unterschiede zwischen den beiden Fettdepot-Varianten erklären?
Anders als angenommen haben größere Tiere tatsächlich höhere Krebsraten, wie Forscher jetzt berichtet haben. Damit scheint das jahrzehntealte Petos Paradoxon widerlegt. Die Evolution hat jedoch beeindruckende Schutzmechanismen entwickelt