Nach den Ergebnissen einer tierexperimentellen Studie wäre möglicherweise eine neue Therapieform gegen Verstopfungen vorstellbar: Denn genetisch veränderte Bacteroides-Bakterien führten in Mäusen dazu, dass sich durch die vermehrte Bildung von Tryptamin die Darmentleerung beschleunigte.
Polyethylenglykol (PEG) ist zur Vorbereitung einer Koloskopie weit verbreitet. Nicht selten kommt es allerdings zu abdominellen Beschwerden und Übelkeit; zusätzlich sind relativ hohe Flüssigkeitsmengen erforderlich. Eine deutlich geringere Einnahmemenge bietet dagegen die Abführmethode mit Natriumpicosulfat plus Magnesiumcitrat. Doch welche der…
Eine Hoffnung für die Therapie entzündlicher Darmerkrankungen bietet möglicherweise ein neu entdeckter Mechanismus: Durch Stress im endoplasmatischen Retikulum (ER) der Darmschleimhaut schütten Abwehrzellen vermehrt Immunglobulin A (IgA) aus, wodurch die Darmbarriere gestärkt wird und Entzündungsreaktionen ausbleiben.
Wenn’s mal schnell gehen muss, landen häufig frittierte Speisen auf dem Teller. Das kann zu einem erhöhten Sterberisiko führen, fanden Wissenschaftler heraus. Einen Zusammenhang mit erhöhter Krebsmortalität scheint es aber nicht zu geben.
Vitamin D wird eine ganze Reihe positiver Effekte auf die Gesundheit zugeschrieben – gerade eine krebspräventive Wirkung wird immer wieder diskutiert. Jetzt versuchten zwei Teams von Wissenschaftlern herauszufinden, ob das Sonnenvitamin bei Patienten mit Darmkrebs das Überleben verlängern kann.
Nahrungsmittelallergien sind auf dem Vormarsch. Zu den bedeutendsten Auslösern tierischer Herkunft zählt unter anderem Kuhmilch, die vor allem bei Kleinkindern zu allergischen Reaktionen führt. Jetzt haben Forscher herausgefunden, dass in der Darmflora erkrankter Kinder Bakterien fehlen, die vor solchen Reaktionen des Immunsystems auf…
In der Studie von Kaelberer MM et al. konnte in einem neuromolekularen Modell gezeigt werden, dass in Ko-Kulturen vagale Neuronen mit Neuropods aus der Dünndarmschleimhaut Synapsen bilden und Signale wie Zuckerkonzentrationen über die Ausschüttung von Glutamat an den Synapsen exzitatorische postsynaptische Potenziale in den Neuronen in…
Bisher war völlig unklar, wie Informationen durch Stimuli aus dem Darm über neuronale Strukturen an das ZNS weitergeleitet werden. Man ging davon aus, dass über die seit Langem bekannten „enteroendokrinen“ Zellen (EEC) durch die Freisetzung von Hormonen wie CCK oder Peptid YY die Informationsübermittlung auf hormonellem Wege oder über indirekte…
Der Ki-67-Wert ist als Prognosefaktor bei Darmkrebs umstritten. Einige Studien deuten auf eine schlechte Prognose bei hoher Expression hin, andere wiederum auf das Gegenteil. Jetzt belegt eine Metaanalyse aller bisher veröffentlichten Untersuchungen mit Daten zum Überleben: Patienten mit hoher Ki-67-Expression haben ein deutlich erhöhtes…
Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages – diese Meinung vertreten viele. Aber stimmt das wirklich? Denn gerade, wenn es in diesem Zusammenhang noch um das Thema Abnehmen geht, scheiden sich die Geister. Eine australische Studie widerlegt jetzt erneut, dass man unbedingt frühstücken sollte, um abzunehmen.
Wie wahrscheinlich es ist, im frühen Kindesalter übergewichtig zu werden, kann möglicherweise die kindliche Bakterienbesiedlung im Darm zusammen mit der Ernährungsweise vorhersagen. Das legt jetzt das Ergebnis einer italienischen Studie nahe.
Zu viel Fernsehen ist ungesund. Diesen Satz hat wohl jeder schon einmal gehört. Nach einem neuen Studienergebnis sollten jetzt vor allem junge Frauen ihren Fernsehkonsum reduzieren: Denn gerade jüngere Frauen, die mehr als 14 Stunden die Woche vor dem TV sitzen, haben ein deutlich erhöhtes Darmkrebsrisiko.
Wer Cannabis konsumiert, sollte seinem Arzt Bescheid geben – besonders, wenn eine Routine-Endoskopie mit Sedierung ansteht. Denn dann steigt der Bedarf an Sedativa oder Anästhetika stark an, wie das Ergebnis einer aktuellen Studie zeigt.
Am häufigsten bildet Darmkrebs Metastasen in der Leber. Sind regelmäßige CT-Untersuchungen zur Kontrolle notwendig, wird versucht, die Strahlendosis zu reduzieren. Doch dass das nicht unbedingt vorteilhaft ist – zumindest bei kleineren Läsionen – legt das Ergebnis einer prospektiven Studie nahe.
Unsere Ernährungsweise hat großen Einfluss auf die Darmflora. Fettiges Essen schadet zum Beispiel, das ist bekannt. Jetzt untersuchten Wissenschaftler, wie sich die Anteile der verschiedenen Darmbakterien bei unterschiedlichen Fettanteilen der Gesamtkalorienzufuhr verändern.