Joghurt mit seinen probiotischen Kulturen wird eine gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben – unter anderem auch auf das Darmmikrobiom. Eine große Kohortenanalyse zeigt nun einen möglichen Zusammenhang mit einer reduzierten Rate an proximalem Darmkrebs.
Hirnmetastasen bei Darmkrebs weisen im Vergleich zu Leber- und Lungenmetastasen besonders komplexe chromosomale Veränderungen auf. Insbesondere eine Kombination aus KRAS-Mutationen und Genamplifikationen fördert gezielt eine metabolische Umstellung der Tumorzellen, die eine Metastasenbildung im Gehirn begünstigt; andererseit öffnen sich damit auch…
Gegen Antibiotika haben Salmonellen vielfache Resistenzmechanismen entwickelt. Daher werden alternative Behandlungsmöglichkeiten dringend benötigt. Eine solche Alternative könnten Pathoblocker wie der künstlich erzeugte Stoff C26 sein: Noch bevor die Bakterien in das Gewebe eindringen, stört C26 gezielt die Infektionsmechanismen des…
Durchfall, Erbrechen, Fieber: In und um Neuburg an der Donau erkrankten Anfang April rund 200 Menschen an einer Norovirus-Infektion. Viele davon hatten zuvor in einem Schnellimbiss gegessen, wobei – das hat das Gesundheitsamt Neuburg-Schrobenhausen festgestellt – den Betreiber keine Schuld treffe.
Eine enterale Ernährung zur Remissionsinduktion bei einem Morbus Crohn ist wirksam, aber unbeliebt. Mit einer alltagstauglichen oralen Diät lassen sich jedoch offenbar vergleichbare Effekte erzielen – bei deutlich besserer Akzeptanz. Dies zumindest legen die Daten einer aktuellen israelischen Studie nahe.
Die Mittelmeerdiät kann das Risiko für adipositasbedingte Tumorerkrankungen signifikant senken – selbst dann, wenn die Ernährungsempfehlungen nur unvollständig umgesetzt werden.
Früh erkannt, besser behandelbar: Das IQWiG startet ein neues Stellungnahmeverfahren zur Darmkrebsvorsorge. Geprüft wird, ob ein Screening bereits ab 45 Jahren sinnvoll ist und von welches Screeningintervall den höchsten Präventionsschutz bietet.
Ein Enzym, das bei chronischen Darmentzündungen überproduziert wird, könnte auch eine Schlüsselrolle bei der Darmkrebsentstehung spielen: Die Blockade des Proteins HKDC1 bremst das Tumorwachstum – ein vielversprechender neuer Ansatz für personalisierte Therapien.
Mit zunehmendem Alter verändert sich die Stoffwechselaktivität der Darmbakterien – zu Ungunsten des Wirts. So ist die Stoffwechselaktivität des Mikrobioms ist im Alter deutlich reduziert, und die Bakterien produzieren weniger lebenswichtige Substanzen, die der Körper benötigt. Das kann zur Alterung beitragen. Offensichtlich lässt sich der…
Das innovative Fast-Track-Programm am Universitätsklinikum Dresden optimiert den gesamten Behandlungsprozess bei Darmoperationen, verkürzt den Klinikaufenthalt und fördert eine rasche Genesung – buchstäblich also der „schnellste Weg“ zurück nach Hause. Besonderes Augenmerk wird in Dresden dabei auf die geriatrische Patientengruppe mit ihren…
Eine seltene und oft übersehene Krankheit: Blinddarmkrebs betrifft einen von 500.000 Menschen. Ein Aktionsplan der ACPMP Research Foundation mit 6 Forschungsschwerpunkten will das Verständnis und die Behandlung nachhaltig verbessern.
Ist es die chronische Entzündung im Rahmen einer Zöliakie, die die Darmwand schädigt, oder sind vielmehr die unvollständig verdauten Glutenmoleküle schuld daran? Die Chemikerin Dr. Verónica Dodero von der Universität Bielefeld geht dieser Frage auf den Grund.
Komplexe Eingriffe erfordern mehr als chirurgisches Geschick. Neben dem erfolgreichen Eingriff ist es auch entscheidend, eventuell auftretende Komplikationen zu beherrschen. Dies ist der Grund, warum spezialisierte Zentren die Überlebenschancen deutlich erhöhen. Die DGCH fordert nun mehr Transparenz der Kliniken – und ein Umdenken der Patienten bei…
Trotz des beschriebenen Nutzen machen viele Menschen in Thüringen keinen Gabrauch von dem Angebot zum Darmkrebsscreening – mit unter Umständen schwerwiegenden Folgen. Gründe für die Zurückhaltung ist zum einen die Scheu vor der Untersuchung, zum anderen stehen aber auch nicht ausreichend viele Koloskopietermine zur Verfügung.
Eine Low-Carb-Diät könnte das Darmkrebsrisiko erhöhen. Anscheinend fördert die kohlenhydratarme Kost das Wachstum bestimmter E. coli-Stämme, die DNA-schädigende Toxine produzieren. Diese Toxine verstärken Entzündungen im Darm und schwächen die Schutzbarriere, was zu genetischen Schäden und Tumorwachstum führen kann.