Die auf dem Mikrobiom basierende personalisierte Ernährung ist ein vielversprechender neuer therapeutischer Ansatz, um die Symptome des Reizdarmsyndroms zu lindern und gleichzeitig die Vielfalt und Gesundheit des Darmmikrobioms zu fördern. Dieser individualisierte Ansatz kann sich tatsächlich lohnen, wie jetzt ein türkisches Team berichtet.
Übergewicht erhöht das Darmkrebsrisiko. Wie sehr dieser vermeidbare Risikofaktor zu Buche schlägt, wurde bislang deutlich unterschätzt. Forscher am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) haben jetzt einen großen Datenpool neu analysiert und kommen zu dem Schluss, dass Übergewicht für einen Anteil von über 20 Prozent der Darmkrebserkrankungen…
Ein Wiener Forschungsteam hat eine neue Klasse von oralen Peptid-Therapeutika entwickelt, die als potenzielle Medikamente zur Behandlung chronischer Bauchschmerzen dienen. Diese Innovation könnte eine sichere, nicht-Opioid-basierte Lösung zur Behandlung von Bauchschnmerzen aufgrund eines Reizdarmsyndroms und chronisch entzündlicher Darmerkrankungen…
Die essenzielle Aminosäure Tryptophan bildet verschiedene bioaktive Derivate. Diese Arbeit untersuchte den Zusammenhang zwischen den verschiedenen Stoffwechselwegen sowie dem Auftreten und der Schwere von verschiedenen chronisch entzündlichen Erkrankungen. Das Ergebnis: Ein erhöhter Verbrauch von Tryptophan könnte einen Hinweis auf eine minimale…
Wenn Erkrankungen das Kauen, Schlucken oder Verdauen von Speisen auf normalem Wege verhindern, muss – dauerhaft oder vorübergehend – auf Möglichkeiten der medizinischen Ernährung zurückgegriffen werden. Immer häufiger geschieht dies außerhalb der Klinik im privaten oder pflegerischen Umfeld. Handreichungen dazu, wann eine solche Ernährung angezeigt…
Bei mehr als der Hälfte der Teilnehmer an Darmkrebsvorsorge-Programmen mit positivem fäkalem immunchemischem Test (FIT) wird bei einer nachfolgenden Koloskopie keine fortgeschrittene Neoplasie festgestellt. Kürzlich untersuchte eine holländische Studie, ob diese FIT-positiven Probanden trotzdem ein erhöhtes Risiko haben, an Darmkrebs zu erkranken.
In der Vergangenheit musste sich etwa jeder dritte Crohn-Patient (Morbus Crohn; MC) einer ersten Resektion einem erneuten Eingriff unterziehen. Ob diese Rate inzwischen gesunken ist, dieser Frage hat sich das Team um Anja Poulsen, Kopenhagen (Dänemark), kürzlich angenommen.
Das Reizdarmsyndrom ist ein multifaktorielles Krankheitsbild mit einem bunten Blumenstrauß an Symptomen sowie einer Vielzahl von Therapieoptionen, die nach Leitlinie probatorisch eingesetzt werden können und deren Auswahl sich an der ärztlichen Intuition und dem Patientenwunsch entscheidet. Verglichen zu anderen Krankheitsbildern, bei denen klare…
Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) wie die Colitis ulcerosa und der Morbus Crohn betreffen in erster Linie den Magen-Darm-Trakt, weisen aber häufig auch extraintestinale Manifestationen und Komplikationen auf. Dazu zählen akute arterielle oder venöse Thromboembolien, Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen – Krankheitsbilder, die…
Ein großer Erfolg für das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE): Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat einen neuen Sonderforschungsbereich zur Leberforschung bewilligt. Fokus des neuen Sonderforschungsbereichs „Immunregulation in der Leber: von Homöostase zur Krankheit“ ist die Regulierung von Immunantworten in der Leber, die…
Die Teilnahmeraten an den Krebs-Früherkennungsuntersuchungen für gesetzlich Versicherte haben sich im vergangenen Jahr sehr positiv entwickelt. Dieses Fazit ziehen der AOK-Bundesverband und die Deutsche Krebsgesellschaft zum diesjährigen „Tag der Krebsvorsorge“ am 28. November.
Perforiert ein entzündeter Appendix bei einer Schwangeren, kann dies Mutter und Kind gefährden; die chirurgische Entfernung einer histologisch gesunden Appendix kann aber ebenfalls ein unerwünschtes neonatales Outcome nach sich ziehen. Da viele Schwangere bei einer akuten Blinddarmentzündung aber nicht unbedingt die klassischen Symptome und…
Clostridioides-difficile-Infektionen belasten das US-amerikanische Gesundheitssystem jährlich mit Milliardenkosten und erheblicher Mortalität. Eine neue Studie demonstriert, wie effektiv elektronische Handhygienesysteme (EHHMS) nosokomiale Infektionen mit dem Errger verhindern können.
Jeder tut es, mal ganz leise, mal krachend laut. Dennoch sind Flatulenzen ein Tabuthema. Australische Forscher wollen jetzt ein Pups-Profil erstellen - per App. Es geht um Daten wie Geruch und Lautstärke.
Die Corona-Pandemie hatte auch Auswirkungen auf die onkologische Versorgung. Nach einer aktuellen Studie aus Deutschland zeigte jeder dritte Krebsbetroffene Anzeichen für Ängste oder Depressionen.