Ein Versagen der Anti-TNF-Behandlung ist bei Patientinnen und Patienten mit Morbus Crohn keine Seltenheit – etwa ein Drittel der Patienten, die zunächst auf die Therapie ansprechen, sprechen am Ende des ersten Jahres nicht mehr darauf an. Langzeitdaten zu Anti-TNF-Therapien sind jedoch bislang rar. Neil Chanchlani et al. legten nun 3-Jahres-Daten…
Eine FODMAP-arme Ernährungsweise stellt einen Teil der Erstlinientherapieoption für Patientinnen und Patienten mit Reizdarmsyndrom (RDS) dar. Und das nicht ohne Grund: Schwedische Forschende bestätigten den Stellenwert von Ernährungsumstellungen nun in einer randomisiert kontrollierten Studie, indem sie zeigen, dass diätetische Interventionen den…
Eine kürzlich veröffentlichte internationale Studie unter Beteiligung des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) zeigt, dass Menschen mit einem übermäßigen Körperfettanteil ein höheres Risiko haben, an Darmkrebs zu erkranken.
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) beschränken sich in ihrem Beschwerdebild nicht allein auf den Magen-Darm-Trakt, sondern können auch zum Fortschreiten der chronischen Nierenerkrankung beitragen. Die Entwicklung von biologischen Therapien, wie bspw. von Anti-Tumor-Nekrose-Faktor (TNF)-Wirkstoffen hat die Behandlung der CED…
Studien belegen variierende Darmkrebsinzidenzen und -sterblichkeitsraten in unterschiedlichen demografischen Gruppen und ethnischen Zugehörigkeiten. Dies ist auch auf eine differierende Inanspruchnahme der Darmkrebsvorsorge zurückzuführen. Insbesondere automatisierte und personalisierte Ansprachen könnten die Teilnahmequote an…
Die als „kleine Darmspiegelung“ bezeichnete flexible Sigmoidoskopie ist weniger aufwendig und weniger kostenintensiv als die endoskopische Untersuchung des gesamten Dickdarms, die Koloskopie. Das macht sie als Darmkrebs-Screeningmethode interessant. Bislang wird die Sigmoidoskopie allerdings nur wenig zur Darmkrebsvorsorge eingesetzt. In…
Welche Frist zwischen zwei aufeinanderfolgenden Koloskopien bringt die beste Früherkennung von Darmkrebs? Laut neuesten Erkenntnissen kann der Zeitabstand möglicherweise über die bisher empfohlenen zehn Jahre hinaus auf 15 Jahre vergrößert werden, wenn die erste Untersuchung unauffällig ist. Auch für Menschen mit Darmkrebs im Familienkreis kann…
Inzwischen haben Gastroenterologinnen und Gastroenterologen nahezu täglich mit Patienten, die an einem Reizdarm leiden, zu tun. Dabei ist die optimale Therapiestrategie längst nicht die einzige Herausforderung, die das Reizdarmsyndrom, kurz RDS, mit sich bringt. „Insbesondere den hohen Erwartungen, mit denen Patientinnen und Patienten zu uns…
Wie sinnvoll ist eine Vorsorgekoloskopie bei 70- bis 85-Jährigen, wenn bei ihnen Adenome gefunden wurden? Das untersuchten nun kalifornische Wissenschaftler anhand der Daten von über 9.000 Mitgliedern einer Krankenversicherung.
Senkt eine Kombination aus mechanischer Darmvorbereitung und oralen Antibiotika („mechanical and oral-antibiotic bowel prepration“, MOABP) die Morbidität nach elektiver Rektumresektion? Dieser Frage ging nun eine finnische Forschergruppe um L. Koskenvuo in einer randomisierten Studie nach.
Bislang gab es mehrere Studien, die darauf hindeuteten, dass ein Reizdarmsyndrom (RDS) wohl auch durch eine Zöliakie getriggert werden kann. Allerdings variieren die bisherigen Studien in der Stärke des Zusammenhangs und es ist unklar, inwiefern sich das Risiko im Laufe der Zeit verhält. Ein schwedisches Forschendenteam führte angesichts dessen nun…
Wie sich Darmbakterien an ihre Umwelt anpassen, ist noch nicht vollständig entschlüsselt. Forschende des Würzburger Helmholtz-Instituts für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI) und der University of California, Berkeley, USA, konnten nun eine wichtige Lücke schließen: Sie haben eine kleine Ribonukleinsäure (sRNA) nachgewiesen, die die…
Studien zum Effekt einer computerunterstützten Detektion („computer-aided detection“, CAD) in der täglichen klinischen Praxis sind selten. Ziel dieser Studie war es, ein neues CAD-System im Rahmen einer Screening- und Überwachungskoloskopie zu untersuchen.
Leben Patienten mit Darmkrebs länger, wenn sie Multivitamine einnehmen? Bei einigen Vitaminen wird immer wieder von einer krebsschützenden Wirkung berichtet. Auch bei kolorektalen Karzinomen (CRC) scheint eine geringere Inzidenz mit der Einnahme von Vitamintabletten assoziiert zu sein. Allerdings blieb der Einfluss auf das Überleben bei CRC bislang…
Inzwischen hat die Koloskopie die Sigmoidoskopie bei der Darmkrebsvorsorge überwiegend ersetzt. Auch zurecht? Den Ergebnissen einer aktuellen vergleichenden Simulationsstudie zufolge ja. Denn diese fand einen zusätzlichen präventiven Effekt auf die Darmkrebs-Inzidenz und -Mortalität durch das Koloskopie-Screening im Vergleich zur Früherkennung…