Ab dem 1. April 2025 gelten für die Darmkrebsvorsorge einheitliche Regelungen für Frauen und Männer ab 50 Jahren. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat beschlossen, dass beide Geschlechter die gleichen Untersuchungsangebote nutzen können. Diese Anpassung soll die Umsetzung der Vorsorge in der Praxis vereinfachen und die Teilnahme an den…
Die auf dem Mikrobiom basierende personalisierte Ernährung ist ein vielversprechender neuer therapeutischer Ansatz, um die Symptome des Reizdarmsyndroms zu lindern und gleichzeitig die Vielfalt und Gesundheit des Darmmikrobioms zu fördern. Dieser individualisierte Ansatz kann sich tatsächlich lohnen, wie jetzt ein türkisches Team berichtet.
Übergewicht erhöht das Darmkrebsrisiko. Wie sehr dieser vermeidbare Risikofaktor zu Buche schlägt, wurde bislang deutlich unterschätzt. Forscher am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) haben jetzt einen großen Datenpool neu analysiert und kommen zu dem Schluss, dass Übergewicht für einen Anteil von über 20 Prozent der Darmkrebserkrankungen…
Die essenzielle Aminosäure Tryptophan bildet verschiedene bioaktive Derivate. Diese Arbeit untersuchte den Zusammenhang zwischen den verschiedenen Stoffwechselwegen sowie dem Auftreten und der Schwere von verschiedenen chronisch entzündlichen Erkrankungen. Das Ergebnis: Ein erhöhter Verbrauch von Tryptophan könnte einen Hinweis auf eine minimale…
Wenn Erkrankungen das Kauen, Schlucken oder Verdauen von Speisen auf normalem Wege verhindern, muss – dauerhaft oder vorübergehend – auf Möglichkeiten der medizinischen Ernährung zurückgegriffen werden. Immer häufiger geschieht dies außerhalb der Klinik im privaten oder pflegerischen Umfeld. Handreichungen dazu, wann eine solche Ernährung angezeigt…
In der Vergangenheit musste sich etwa jeder dritte Crohn-Patient (Morbus Crohn; MC) einer ersten Resektion einem erneuten Eingriff unterziehen. Ob diese Rate inzwischen gesunken ist, dieser Frage hat sich das Team um Anja Poulsen, Kopenhagen (Dänemark), kürzlich angenommen.
Das Reizdarmsyndrom ist ein multifaktorielles Krankheitsbild mit einem bunten Blumenstrauß an Symptomen sowie einer Vielzahl von Therapieoptionen, die nach Leitlinie probatorisch eingesetzt werden können und deren Auswahl sich an der ärztlichen Intuition und dem Patientenwunsch entscheidet. Verglichen zu anderen Krankheitsbildern, bei denen klare…
Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) wie die Colitis ulcerosa und der Morbus Crohn betreffen in erster Linie den Magen-Darm-Trakt, weisen aber häufig auch extraintestinale Manifestationen und Komplikationen auf. Dazu zählen akute arterielle oder venöse Thromboembolien, Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen – Krankheitsbilder, die…
Die Teilnahmeraten an den Krebs-Früherkennungsuntersuchungen für gesetzlich Versicherte haben sich im vergangenen Jahr sehr positiv entwickelt. Dieses Fazit ziehen der AOK-Bundesverband und die Deutsche Krebsgesellschaft zum diesjährigen „Tag der Krebsvorsorge“ am 28. November.
Perforiert ein entzündeter Appendix bei einer Schwangeren, kann dies Mutter und Kind gefährden; die chirurgische Entfernung einer histologisch gesunden Appendix kann aber ebenfalls ein unerwünschtes neonatales Outcome nach sich ziehen. Da viele Schwangere bei einer akuten Blinddarmentzündung aber nicht unbedingt die klassischen Symptome und…
Clostridioides-difficile-Infektionen belasten das US-amerikanische Gesundheitssystem jährlich mit Milliardenkosten und erheblicher Mortalität. Eine neue Studie demonstriert, wie effektiv elektronische Handhygienesysteme (EHHMS) nosokomiale Infektionen mit dem Errger verhindern können.
Jeder tut es, mal ganz leise, mal krachend laut. Dennoch sind Flatulenzen ein Tabuthema. Australische Forscher wollen jetzt ein Pups-Profil erstellen - per App. Es geht um Daten wie Geruch und Lautstärke.
Therapien gegen chronisch-entzündliche Darmerkrankungen schlagen nicht bei allen Betroffenen gleich gut an. Was individuell funktioniert, muss im Behandlungsprozess ausgetestet werden. Jetzt ist es einem Forschungsteam gelungen, mit dem Zellteilungsprotein KI67 einen Biomarker ausfindig zu machen, der anzeigt, ob eine Anti-Integrin-Therapie…
Neue Erkenntnisse über das Tumorsuppressor-Gen p53 bei der Pathogenese der Colitis ulcerosa könnten dazu beitragen, neue Zielstrukturen zur Behandlung oder sogar zur Prävention damit bedingter Darmkrebsarten zu identifizieren.
Einer ersten kleinen klinischen Studie zufolge scheint eine Abtragung der Duodenalschleimhaut mittels Elektroporation – das sogenannte ReCET-Verfahren – dazu beitragen zu können, den Insulinbedarf von Menschen mit Typ-2-Diabetes zu reduzieren oder sogar vollständig zu eliminieren. Dr. Celine Busch, Amsterdam, hat die vielversprechenden…