Frauen, die während der Schwangerschaft an entzündlichen Darmerkrankungen leiden, zeigen veränderte Immunreaktionen in der Vaginalschleimhaut. Eine aktuelle Untersuchung macht deutlich, wie stark diese Prozesse mit dem individuellen Ernährungsverhalten verknüpft sind – und welchen Einfluss Ernährung auf Entzündungsmarker haben kann.
Was ist Darmgesundheit? Ein internationales ISAPP-Gremium – mit Beteiligung der Universität Hohenheim – hat erstmals festgelegt, was Darmgesundheit wissenschaftlich bedeutet. Die neue Definition soll Forschung, Medizin und Kommunikation künftig auf eine gemeinsame Basis stellen.
Während bei der Beurteilung des Rezidivrisikos von Darmpolypen vor allem polypenspezifische Merkmale im Vordergrund stehen, zeigen neue Studiendaten, dass demografische Faktoren einen ebenso wichtigen Einfluss auf das Wiederauftreten kolorektaler Adenome haben.
Neue Exomsequenzierungsdaten zeigen, wie frühe genetische Veränderungen in Polypen wichtige Hinweise auf hereditäre Risiken geben und Diagnosen bei Polyposis-Patienten präzisieren können.
Eine strenge, kurzzeitige Gewichtsreduktion kann das Komplikationsrisiko bei adipösen Darmkrebspatienten vor der Operation verringern – und ist trotz Diagnose-Stress gut umsetzbar, wie eine aktuelle Studie zeigt.
Brauchen Frauen und Männer mit Darmkrebs unterschiedliche Therapien? Ein Dresdner Forschungsteam untersucht erstmals systematisch, welche molekularen Unterschiede zwischen den Geschlechtern den Verlauf von Darmkrebs beeinflussen – und wie daraus präzisere Therapien entstehen könnten.
Die antibiotische Therapie der unkomplizierten akuten Appendizitis wird seit einigen Jahren als mögliche Option zur chirurgischen Appendektomie diskutiert. Belastbare Langzeitdaten über mehr als fünf Jahre lagen bislang jedoch noch nicht vor. Eine aktuelle Auswertung der finnischen APPAC-Studie schließt nun diese Lücke: Das 10-jährige Follow-up…
Trotz rückläufiger Darmkrebssterblichkeit insgesamt bleibt ein ausgeprägtes Stadt‑Land‑Gefälle bestehen. Besonders soziale Benachteiligung und eingeschränkte Mobilität erhöhen in ländlichen Regionen das Mortalitätsrisiko deutlich.
Eine große Analyse von mehr als 48.000 Fällen zeigt: Tritt bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein metastatisches Rezidiv auf, ist ihre Prognose deutlich schlechter als bei einer bereits metastasierten Erkrankung zum Diagnosezeitpunkt. Sarkome und Darmkrebs wiesen in der Studie die höchste 5‑Jahres‑Inzidenz metastatischer Rezidive auf.
Forschende zeigen erstmals, dass Bakterien aus dem Mund den Darm von Menschen mit chronischer Lebererkrankung besiedeln können – mit gravierenden Folgen für die Darmbarriere und den Krankheitsverlauf der Leber.
Internationale Forschende zeigen: Die genetische Untersuchung von Darmpolypen liefert entscheidende Zusatzinformationen für die Diagnose und Vorsorge bei erblichen Darmkrebsrisiken.
Seit Januar 2026 untersucht eine neue Nachwuchsgruppe am DIfE unter Leitung von Dr. Ignacio Rebollo, wie elektrische Rhythmen und hormonelle Signale aus dem Darm die Gehirnaktivität und psychische Gesundheit formen.
Wie oft furzen wir? Ein innovativer Sensor in gewöhnlicher Unterwäsche ermöglicht erstmals eine exakte Messung von Flatulenzen im Alltag – und offenbart überraschend hohe Werte.
Ein Forscherteam aus Deutschland hat erstmals nachgewiesen, dass bestimmte Darmbakterien über die Bildung sekundärer Gallensäuren aktiv zur Entstehung von Dickdarmkrebs beitragen. Die Ergebnisse eröffnen neue Wege für Prävention und Therapie.
Die Überlebensprognose bei Darmkrebs ist vielschichtig und wird von zahlreichen Faktoren beeinflusst. Herkömmliche Verfahren wie die Kaplan-Meier-Kurve stoßen dabei an ihre Grenzen. Methoden des maschinellen Lernens ermöglichen eine präzisere Bewertung relevanter Risikofaktoren wie Alter, Tumorstadium oder Raucherstatus – und eröffnen neue…