In Deutschland erhalten Patientinnen und Patienten mit einem Rektumkarzinom im Stadium II und III in der Regel zunächst eine neoadjuvante Chemoradio- oder Strahlentherapie. Die Behandlungen zielen darauf ab, den Tumor zu verkleinern, das lokoregionale Rezidivrisiko zu minimieren und die Überlebensrate zu erhöhen. Unter bestimmten Voraussetzungen…
Die Behandlungsmöglichkeiten für Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) erweitern sich derzeit mit hoher Geschwindigkeit. Allein in den vergangenen 12 Monaten wurden mehrere Wirkstoffe zugelassen, die auf unterschiedliche Weise die überschießende Aktivität des Immunsystems modulieren und die für die Patientinnen und Patienten…
Ein Forschungsteam des Centrums für Thrombose und Hämostase (CTH) der Universitätsmedizin Mainz hat erstmals gezeigt, dass Darmbakterien die Darmbarriere schwächen können. Dabei hemmen sie den Hedgehog-Signalweg. Dieser ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass sich eine funktionierende Darmbarriere bildet.
Etwa die Hälfte aller Patientinnen und Patienten mit kolorektalem Karzinom entwickelt im Laufe ihrer Krankheit Lebermetastasen. In der Regel kommt dann nur eine chirurgische Resektion der Metastasen, häufig in Kombination mit einer systemisch wirksamen Chemotherapie, infrage. Doch es ist nur ein Teil der Patienten für eine solche Resektion…
Nach derzeitiger Studienlage geht die Vitamin D-Einnahme mit einer verringerten Krebssterblichkeit einher. Könnten entzündungshemmende Effekte des Vitamins die Ursache dafür sein? Eine am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) durchgeführte Metaanalyse ergab nun: Die Vitamin D-Einnahme senkt bei Menschen, die an Krebs oder Krebsvorstufen leiden,…
Obwohl Biologika seit über 20 Jahren bei Morbus Crohn eingesetzt werden, gibt es kaum vergleichende Studien gegenüber etablierten Wirkstoffen. Placebo-Vergleiche sind allerdings zur Bewertung eines Zusatznutzens ungeeignet. Auch beim JAK-Inhibitor Upadacitinib sieht das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)…
In den letzten Jahren findet zunehmend ein Umdenken in den Leitlinien internationaler Zulassungsbehörden und Konsenserklärungen statt, indem vermehrt auch die Erfahrungen von Patientinnen und Patienten in die Bewertung von Krebstherapien miteinbezogen werden. Um diese Erfahrungen systematisch auswerten zu können, wurden die sogenannten…
Menschen mit HIV haben ein deutlich höheres Risiko, an Analkrebs zu erkranken. Die derzeitigen Screening-Methoden, wie z. B. die Analzytologie, weisen eine geringe Spezifität für den Nachweis hochgradiger squamöser intraepithelialer Läsionen (HSIL) auf. Das behindert die Prävention von Analkrebs. Nun eröffnen zwei neue Marker aus dem analen…
Die Behandlung von lokal fortgeschrittenen Rektumkarzinomen besteht in einer neoadjuvanten Therapie gefolgt von einer totalen mesorektale Exzision (TME). Mithilfe der neoadjuvanten Therapie soll eine Verringerung der Tumorlast erzielt werden, um das pathologisch vollständige Ansprechen zu verbessern. Über den optimalen Zeitpunkt für den…
Eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung (CED) kann nicht nur den Verdauungstrakt betreffen, sondern auch andere Körperbereiche wie Augen, Gelenke und Haut beeinträchtigen. Ebenfalls ist bislang bekannt, dass eine entzündliche Darmerkrankung das Risiko für thromboembolische Ereignisse erhöht. Aber haben Patientinnen und Patienten mit Morbus Crohn…
Die Zahl der Menschen, die in den kommenden Jahrzehnten an Darmkrebs erkranken wird, wird aufgrund des ungesunden, westlichen Lebensstils und des zunehmenden Alters der Bevölkerung drastisch steigen. Daher ist es unerlässlich, weitere vermeidbare Risikofaktoren zu identifizieren, um gezielte Präventionsstrategien zu entwickeln. Prospektive…
Das Darmkrebsrisiko steigt mit zunehmendem Alter an. Etwa die Hälfte aller Patienten mit einem kolorektalen Karzinom erkrankt jenseits des 70. Lebensjahres. Sobald die Diagnose gestellt wurde, erfolgt im Laufe der Behandlung eine Operation, um den Tumor möglichst restlos zu entfernen. Dabei gibt es einige prädiktive Faktoren, die das Wiedererlangen…
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind weltweit auf dem Vormarsch. Der Nutzen derzeitiger Medikamente ist begrenzt – bei problematischen Nebenwirkungen. Ein südkoreanisches Forschungsteam stellt jetzt einen neuen Behandlungsansatz vor. Er basiert auf Nanopartikeln, die eine spezielle…
Die einzig wirksame Therapie bei einer Zöliakie ist eine glutenfreie Diät. Sie allein führt langfristig zu einer Verbesserung der Symptome. Dennoch kann eine persistierende Zottenatrophie bei einigen Patientinnen und Patienten trotz einer glutenfreien Diät fortbestehen. Dies verschlechtert die Prognose der Betroffenen erheblich, wie eine aktuelle…
Mehreren Lebererkrankungen liegt zugrunde, dass die in der Leber produzierte Galle nicht wie vorgesehen in den Darm abgegeben wird. Somit kommt es zu einem Rückstau der Galle, was zur Schädigung des Lebergewebes führen kann. Bislang ging man davon aus, dass eine gleichzeitige Darmerkrankung das Fortschreiten einer Lebererkrankung mit Gallenstau…