Patienten mit einem metastasierten kolorektalen Karzinom (mCRC) und einer Mikrosatelliteninstabilität (MSI-H) oder Mismatch-Reparatur-Defizienz (dMMR) erzielen bessere Ergebnisse, wenn sie in der Erstlinientherapie mit Immuncheckpoint-Inhibitoren anstatt mit Chemotherapie behandelt werden. So das Ergebnis der KEYNOTE-177-Studie. Inzwischen gehört…
Bislang wurde das Mikrobiom des Darms in der Regel indirekt aus Stuhlproben der Patientinnen und Patienten analysiert. Im Stuhl befinden sich neben Nahrungsresten sowohl Bakterien des Mikrobioms als auch menschliche Zellen der Darmschleimhaut. Den bisherigen Analysen fehlten jedoch räumliche Informationen - wo im Darm sich bestimmte Mikroben…
Etwa 10 bis 15 Prozent der Patientinnen und Patienten mit einem nicht-metastasierten Kolonkarzinom weisen eine Mismatch-Reparatur-Defizienz (dMMR) auf. Bei etwa 20 bis 40 Prozent dieser Tumore kommt es dabei trotz Standardchemotherapie zu einem Rezidiv. Im vergangenen Jahr hatte die NICHE-2-Studie zeigen können, dass diese Patienten von einer…
Das Ziel der Aktualisierung der S2k-Leitlinie „Gastrointestinale Infektionen“ ist es, den aktuellen Kenntnisstand zum klinischen Bild, der Diagnostik und der Therapie gastrointestinaler Infektionen auf Basis der zum Zeitpunkt der Erstellung bekannten wissenschaftlichen Evidenz zusammenzufassen, im Experten-Konsens zu bewerten und daraus…
In den letzten Jahren konnte durch die Entdeckung und Entwicklung von Biomarkern enorme Fortschritte bei zahlreichen Tumorentitäten gemacht werden, indem Patienten dadurch personalisierte Therapien erhalten können. Insbesondere Brust- und inzwischen auch Lungenkrebs sind hier in einer Vorreiterrolle. Beim kolorektalen Karzinom (CRC) sei man hier…
Operationen verlangen vom menschlichen Körper Höchstleistungen ab. Hier kann Prehabilitation helfen, Patienten fit für eine OP zu machen. Den Effekt von heimbasierter Prehabilitation schauten sich nun Wissenschaftler aus Spanien bei Darmkrebspatienten genauer an.
Ist der Wurmfortsatz des Blinddarms entzündet, wird dieser in der Regel im Rahmen einer Appendektomie operativ entfernt. Dies kann abhängig von der Symptomatik offen oder laparoskopisch erfolgen. Empfohlen wird, bei einer ausgeprägten Symptomatik, so schnell wie möglich zu operieren, um einen drohenden Durchbruch zu verhindern. Noch immer gibt es…
Leiden Patienten mit Diabetes zusätzlich an einer Darmkrebserkrankung, scheint es besonders bei denjenigen mit diabetischen Komplikationen zu einem erhöhten Mortalitätsrisiko zu kommen. Das fanden nun Wissenschaftler aus Taiwan in einer retrospektiven Kohortenstudie heraus.
Aspirin/Acetylsalicylsäure hat sich als einer der vielversprechendsten Wirkstoffe für die Prävention von Darmkrebs erwiesen. Unter anderem haben Studien gezeigt, dass die jahrelange Einnahme von niedrig dosiertem Aspirin bei Patientinnen und Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen das Risiko für Darmkrebs senkte. Darüber hinaus kann Aspirin das…
Patienten mit chemorefraktärem Darmkrebs, die eine KRAS-G12C Mutation aufweisen, zeigen nur ein begrenztes Ansprechen auf spätere Standardbehandlungen mit Trifluridin-Tipiracil oder Regorafenib. Auch eine Monotherapie mit KRAS-G12C-Inhibitoren hat bisher nicht zum erhofften Therapieerfolg beigetragen. Dagegen zeigte die Kombination aus einem…
Die Zugabe von Bevacizumab zur Chemotherapie aus Trifluridin/Tipiracil ging im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie mit einem Überlebensvorteil für die Patientinnen und Patienten mit refraktärem metastasiertem Kolorektalkarzinom [1] einher – so das Ergebnis der Phase-3-Studie SUNLIGHT. Fraglich war jedoch bislang, ob und inwiefern der KRASG12…
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die Aufgabe, für alle neu zugelassenen Arzneimittel mit neuen Wirkstoffen nach Markteintritt eine (Zusatz-) Nutzenbewertung durchzuführen. Dabei wird geprüft, ob das neue Arzneimittel im Vergleich zur bisherigen Standardtherapie Vorteile, wie bspw. weniger Nebenwirkungen, hat. In diesem Beitrag erfahren Sie…
Betroffene, die an einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (CED) leiden, haben ein höheres Risiko für Darmkrebs als gesunde Personen. Eine Kontrolle der entzündlichen Erkrankung könnte daher möglicherweise die Entwicklung eines kolorektales Karzinoms verhindern. Eine schwedische Kohortenstudie lieferte nun Hinweise auf eine chemopräventive…
Sind Patientinnen und Patienten vom Lynch-Syndrom betroffen, haben sie ein deutlich erhöhtes Risiko, an Krebs, insbesondere an Darmkrebs zu erkranken. Die Frage, welche Maßnahmen hier präventiv wirken können, wird häufig diskutiert. So auch, ob Sport das Risiko senken kann. Und das Ergebnis ist vielversprechend.
Patienten mit Reizdarmsyndrom (RDS) werden in der Regel von ihrem Hausarzt behandelt. Zur Erstlinientherapie des RDS gehören dabei eine Ernährungsumstellung und Lebensstilmodifikationen sowie lösliche Ballaststoffe und krampflösende oder durchfallhemmende Medikamente. Wirken diese Maßnahmen nur unzureichend, sollten Allgemeinmediziner die Gabe von…