Darmkrebs und Bildungsniveau: Eine aktuelle Auswertung von Daten zu über 101.000 jungen Erwachsenen zeigt, dass die Darmkrebsmortalität in den letzten 30 Jahren fast ausschließlich bei Menschen mit geringem Bildungsabschluss gestiegen ist. Patienten mit Bachelorabschluss bleiben dagegen weitgehend verschont – ein deutliches Signal für sozial…
Bei Menschen mit Clostridioides-difficile-Infektionen kommt es häufig zu Rezidiven. Doch welche Therapie ist hier besonders effizient? Eine kanadische Studie hat geprüft, ob ein vierwöchiges Vancomycin-Schema mit anschließendem Tapering die Rückfallrate stärker senkt als die zweiwöchige Standardtherapie. Die Ergebnisse zeigen einen klaren Vorteil…
Verdauungsbeschwerden, Dysphagie, Bauchschmerzen, ungewollter Gewichtsverlust, Anämie, Übelkeit und rektale Blutungen – die Alarmsymptome zum Diagnosezeitpunkt von Zöliakie sind vielfältig. Bei rund 45 Prozent der Betroffenen treten sie auf, besonders bei Frauen. Eine aktuelle Studie zeigt nun überraschend, dass diese Patientengruppe langfristig…
Wie stark beeinflusst der Zeitpunkt eines Rezidivs die Überlebenschancen bei Darmkrebs? Tritt nach einer Darmkrebsoperation innerhalb des ersten Jahres ein Rezidiv auf, steigt das Sterberisiko spürbar – späte Rückfälle verlaufen prognostisch günstiger. Eine Auswertung von über 34.000 Patientendaten zeigt, warum gerade die ersten zwölf Monate nach…
Darmkrebs trifft zunehmend auch Menschen unter 50 – und metabolische Erkrankungen rücken als möglicher Auslöser in den Fokus. Eine Metaanalyse mit Daten von über 117.000 Personen zeigt: Adipositas, Typ‑2‑Diabetes und Fettstoffwechselstörungen erhöhen das Risiko für kolorektale Karzinome bei jungen Erwachsenen deutlich. Was das für Prävention und…
Die Sorge vor verstecktem Glutenkontakt prägt den Alltag vieler Zöliakiebetroffener – auch in der Partnerschaft. Doch wie viel Gluten gelangt tatsächlich beim Küssen vom Mund des nicht betroffenen Partners auf die Schleimhaut der erkrankten Person? Eine prospektive Untersuchung liefert nun belastbare Zahlen zur Glutenübertragung per Kuss – und eine…
Die selektive Dekontamination des Verdauungstrakts gilt seit Jahrzehnten als umstrittene Strategie zur Infektionsprävention bei beatmeten Intensivpatienten. Eine große internationale Cluster-randomisierte Studie aus Australien und Kanada hat nun untersucht, ob das antimikrobielle Regime tatsächlich Leben rettet – und wie es sich auf die mikrobielle…
Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen. In den USA gehen neun Prozent aller Krebstodesfälle darauf zurück. Das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken und daran zu versterben, ist für ärmere Menschen Untersuchungen zufolge erhöht.
Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) erkranken häufiger an Parkinson – warum, ist bislang ungeklärt. Ein Erlanger Forschungsteam will mit künstlicher Intelligenz und Deep Learning molekulare Signaturen aufspüren, die beide Krankheiten verbinden. Ziel ist eine frühere Risikoerkennung Jahre vor den ersten Symptomen.
Eine akute Appendizitis konservativ behandeln statt sofort operieren – dieses Vorgehen wird Patienten zunehmend angeboten. Doch wie sicher ist das langfristig? In einer kanadischen Populationsstudie mit über 13.000 nicht operierten Betroffenen war das Risiko einer erneuten Notfallvorstellung oder Notfall-OP geringer als bislang angenommen.…
Bei älteren Menschen mit zuvor entdeckten Adenomen ist das Risiko, an anderen Ursachen zu versterben, deutlich höher als an Darmkrebs. Eine US-Kohortenstudie mit fast 92.000 Veteranen liefert konkrete Zahlen zu Inzidenz, Mortalität und Gebrechlichkeit – und stellt die Routine der Überwachungskoloskopie im hohen Alterzur Diskussion.
Die Anastomoseninsuffizienz zählt zu den gefürchtetsten Komplikationen nach kolorektalen Resektionen. Die intraoperative Indocyaningrün-Fluoreszenzangiografie (ICGFA) ermöglicht eine objektive Beurteilung der Darmperfusion am Resektionsrand – doch bislang fehlte eine belastbare Evidenz aus randomisierten Studien. In einer aktuellen Metaanalyse aus…
Das obstruktive Defäkationssyndrom (ODS) umfasst heterogene Störungen der anorektalen Koordination – konventionelle Diagnostik bildet die zugrunde liegenden Mechanismen jedoch nur unzureichend ab. Mithilfe von Fecobionics, einer bionischen Sonde, die eine Defäkation unter physiologischen Bedingungen simuliert, konnten jetzt 3 distinkte…
Ein Berliner Forschungsteam hat mit Darm-Organoiden den Infektionsweg enteropathogener Escherichia coli (EPEC) untersucht – und dabei einen natürlichen Abwehrmechanismus der Darmschleimhaut identifiziert. Die Schleimschicht der Darmzellen bildet offenbar eine wirksame Barriere gegen den Erreger. Besonders relevant: EPEC trifft vor allem junge…
Wer nach einem positiven fäkalen Okkultbluttest die empfohlene Darmspiegelung auslässt, trägt ein vierfach erhöhtes Darmkrebsrisiko gegenüber der Allgemeinbevölkerung – das zeigt eine schwedische Kohortenstudie mit knapp 15.000 Teilnehmenden. Unter den Betroffenen ohne Folgekoloskopie wurde zudem eine bislang unterschätzte Hochrisikogruppe…