Patienten mit diagnostizierter Cannabisabhängigkeit sterben nach einer Darmkrebsdiagnose deutlich häufiger. Forschende vermuten eine gefährliche Wechselwirkung mit dem Immunsystem – und fordern mehr Aufklärung.
Joghurt mit seinen probiotischen Kulturen wird eine gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben – unter anderem auch auf das Darmmikrobiom. Eine große Kohortenanalyse zeigt nun einen möglichen Zusammenhang mit einer reduzierten Rate an proximalem Darmkrebs.
Hirnmetastasen bei Darmkrebs weisen im Vergleich zu Leber- und Lungenmetastasen besonders komplexe chromosomale Veränderungen auf. Insbesondere eine Kombination aus KRAS-Mutationen und Genamplifikationen fördert gezielt eine metabolische Umstellung der Tumorzellen, die eine Metastasenbildung im Gehirn begünstigt; andererseit öffnen sich damit auch…
Die Mittelmeerdiät kann das Risiko für adipositasbedingte Tumorerkrankungen signifikant senken – selbst dann, wenn die Ernährungsempfehlungen nur unvollständig umgesetzt werden.
Früh erkannt, besser behandelbar: Das IQWiG startet ein neues Stellungnahmeverfahren zur Darmkrebsvorsorge. Geprüft wird, ob ein Screening bereits ab 45 Jahren sinnvoll ist und von welches Screeningintervall den höchsten Präventionsschutz bietet.
Ein Enzym, das bei chronischen Darmentzündungen überproduziert wird, könnte auch eine Schlüsselrolle bei der Darmkrebsentstehung spielen: Die Blockade des Proteins HKDC1 bremst das Tumorwachstum – ein vielversprechender neuer Ansatz für personalisierte Therapien.
Das innovative Fast-Track-Programm am Universitätsklinikum Dresden optimiert den gesamten Behandlungsprozess bei Darmoperationen, verkürzt den Klinikaufenthalt und fördert eine rasche Genesung – buchstäblich also der „schnellste Weg“ zurück nach Hause. Besonderes Augenmerk wird in Dresden dabei auf die geriatrische Patientengruppe mit ihren…
Komplexe Eingriffe erfordern mehr als chirurgisches Geschick. Neben dem erfolgreichen Eingriff ist es auch entscheidend, eventuell auftretende Komplikationen zu beherrschen. Dies ist der Grund, warum spezialisierte Zentren die Überlebenschancen deutlich erhöhen. Die DGCH fordert nun mehr Transparenz der Kliniken – und ein Umdenken der Patienten bei…
Trotz des beschriebenen Nutzen machen viele Menschen in Thüringen keinen Gabrauch von dem Angebot zum Darmkrebsscreening – mit unter Umständen schwerwiegenden Folgen. Gründe für die Zurückhaltung ist zum einen die Scheu vor der Untersuchung, zum anderen stehen aber auch nicht ausreichend viele Koloskopietermine zur Verfügung.
Eine Low-Carb-Diät könnte das Darmkrebsrisiko erhöhen. Anscheinend fördert die kohlenhydratarme Kost das Wachstum bestimmter E. coli-Stämme, die DNA-schädigende Toxine produzieren. Diese Toxine verstärken Entzündungen im Darm und schwächen die Schutzbarriere, was zu genetischen Schäden und Tumorwachstum führen kann.
Ein fitter Körper zahlt sich immer aus. So haben Krebspatienten mit viel Muskelkraft und guter kardiorespiratorischer Fitness insbesondere in fortgeschrittenen Krebsstadien ein deulich geringeres Risiko zu versterben. Dies unterstreicht die Bedeutung von maßgeschneiderten Übungen zur Steigerung der Muskelkraft und Fitness, um die Überlebenschancen…
Das Erfolgsunternehmen Biontech verzeichnet aufgrund hoher Investitionen in neue Medikamente einen erheblichen Verlust und plant nun Stellenabbau. Der Fokus liegt auf der Entwicklung von Krebstherapien bis 2030.
Bei Major-Leberresektionen werden aktuell keine Mindestmengen gefordert. Laut eines aktuellen Prüfberichts (Rapid Report) des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) besteht aber bei Leberresektionen durchaus ein positiver Zusammenhang der Behandlungsqualität mit höheren Leistungsmengen – beispielsweise für die…
Eine vergleichsweise bescheidene Reduktion der Darmkrebsfälle von nur 18% mithilfe des Darmkrebs-Screenings, das war das für viele doch enttäuschende Ergebnis der Auswertung der Daten aus der NordICC-Studie. Das Ergebnis einer zweiten Analyse war aber deutlich besser: Demnach können durch eine einmalige Darmspiegelung 3 von 4 der innerhalb von 10…
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat Änderungen der Mindestmengenregelungen für die chirurgische Behandlung von Rektumkarzinomen beschlossen. Diese Änderungen betreffen die Kodegruppe 5-484 und sollen die Qualität der chirurgischen Versorgung verbessern.