Eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung (CED) ist kein Grund, einen Kinderwunsch nicht zu realisieren. Die meisten Medikamente können auch in der Schwangerschaft sicher eingesetzt werden. Die größte Gefahr für Mutter und Kind geht von entzündlichen Schüben durch eine unzureichend behandelte CED aus.
Die Therapie des Rektumkarzinoms zielt darauf ab, das Risiko für Lokalrezidive und Fernmetastasen zu reduzieren sowie den Sphinkter und nach Möglichkeit auch das Organ zu erhalten. Bei Hochrisikotumoren kann eine totale neoadjuvante Therapie die Erfolgsaussichten verbessern.
Sowohl gerinnungshemmende als auch -fördernde Faktoren können bei der Leberzirrhose gestört sein, und das Hämostase-Gleichgewicht ist instabil. Es gibt keine klare Korrelation zwischen INR, Thrombozytenzahl und Blutungsrisiko und wenig belastbare Daten zum Substitutionsmanagement, vor allem mit prophylaktischer Intention. Gefragt ist ein…
Eine klinische Remission alleine reicht heute als Ziel der Therapie chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen (CED) nicht mehr aus. Wenn möglich, soll eine endoskopische Heilung erreicht werden. Darüber hinaus können beim Morbus Crohn eine transmurale Heilung und bei der Colitis ulcerosa eine histologische Heilung angestrebt werden, gelten aber…
Wenn sich das Immunsystem gegen den eigenen Darm richtet, kommt es zu chronischen Entzündungen, die mit einem großen Leidensdruck der betroffenen Patientinnen und Patienten einhergehen. Ein Forschungsteam der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) hat, zusammen mit Forschern aus USA und Frankreich, einen neuen Behandlungsweg…
Forschende haben herausgefunden, wie sich die nichtalkoholische Fettlebererkrankung zu einer lebensbedrohlichen Komplikation entwickeln kann. Ihre Erkenntnisse werden die Suche nach Therapiemöglichkeiten beschleunigen. Die Studie wurde vom Helmholtz Zentrum München in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Heidelberg und dem Deutschen Zentrum…
Trotz ihrer guten Wirksamkeit bei Refluxbeschwerden gibt es immer wieder negative Meldungen zu Protonenpumpeninhibitoren (PPI). Schon mehrfach wiesen Studien auf einen Zusammenhang mit einem erhöhten Magenkrebsrisiko hin. Ein Forscherteam aus Montreal verglich nun dieses Risiko zwischen dem Gebrauch von PPI und einer Behandlung mit…
Die Hepatologie ist im gesundheitlichen Vorsorgebewusstsein angekommen: Seit dem 1. Oktober 2021 haben gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren im Rahmen des Präventionsprogramms „Gesundheitsuntersuchung“, vormals als „Check-up 35“ bezeichnet, den Anspruch auf ein einmaliges Screening auf eine Hepatitis B- und Hepatitis C-Virusinfektion. Im Vorfeld des…
Kilos abzunehmen ist bei Adipositas oft nicht das größte Problem. Schwieriger scheint es häufig, das Gewicht danach zu halten. Umso dringender werden Strategien für eine dauerhaft gesunde Gewichtsreduktion benötigt. Um diesem Ziel näherzukommen, testeten nun Wissenschaftler aus Kopenhagen vier verschiedene Strategien.
Untersuchungen zeigen immer wieder, dass ein erhöhter Konsum von Zucker viele nachteilige Auswirkungen auf die Gesundheit haben kann. Eine Studie aus Boston hat nun die Auswirkungen eines erhöhten Zuckerkonsums im Jugendalter auf das Darmkrebsrisiko genauer untersucht.
Über einen komplexen, sich selbst verstärkenden Rückkopplungsmechanismus verschaffen sich Darmkrebszellen Platz, indem sie umgebende gesunde Darmzellen in den Tod treiben – und befeuern gleichzeitig ihr eigenes Wachstum. Angetrieben wird diese Rückkopplungsschleife durch einen Aktivator des angeborenen Immunsystems. Dies entdeckten Forscher vom…
Gemeinsam mit dem Dresdener Start-Up asgen wird am Institut für Pathologie des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden ein auf Künstlicher Intelligenz (KI) basiertes Softwaresystem für die Verwendung in der Krebsdiagnostik erprobt. Das Vorhaben, das sich aktuell in der Validierungsphase befindet, ist Teil des BMWi-geförderten…
Sind Patienten an nicht-operablem Leberkrebs erkrankt, profitieren sie häufig von einer Immuntherapie mit einem PD-L1-Blocker in Kombination mit einem Angiogenesehemmer. Zu diesem Ergebnis sind Wissenschaftler der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz gekommen.
Ob mit oder ohne Koffein, gemahlener oder Pulverkaffee – Genießer des Heißgetränks, egal in welcher Form, scheinen mit Blick auf die Leber zu profitieren. Das ergab nun eine Studie aus Großbritannien. Bei regelmäßigen Kaffeetrinkern entwickelten sich unabhängig von der Art der Kaffeezusammensetzung und -zubereitung seltener chronische…
Eine atrophische Gastritis (AG) und intestinale Metaplasie (IM) bergen das Risiko, an Magenkrebs zu erkranken. Daher bedarf es der Entwicklung neuer Strategien gegen AG/IM, um die Magenkrebsinzidenz zu reduzieren. Ein Kandidat könnte Rebamipid sein.