Menschen mit HIV haben ein deutlich höheres Risiko, an Analkrebs zu erkranken. Die derzeitigen Screening-Methoden, wie z. B. die Analzytologie, weisen eine geringe Spezifität für den Nachweis hochgradiger squamöser intraepithelialer Läsionen (HSIL) auf. Das behindert die Prävention von Analkrebs. Nun eröffnen zwei neue Marker aus dem analen…
Das duktale Adenokarzinom der Bauchspeicheldrüse (PDAC) gilt als weitgehend nicht-immunogenes Malignom, weil es nur schlecht auf die Therapie mit Immun-Checkpoint-Inhibitoren (ICI) anspricht. Allerdings gibt es Hinweise darauf, dass Patienten mit einer hohen Tumormutationslast (TMB) besser auf eine ICI-Therapie ansprechen als Patienten mit einer…
Die Behandlung von lokal fortgeschrittenen Rektumkarzinomen besteht in einer neoadjuvanten Therapie gefolgt von einer totalen mesorektale Exzision (TME). Mithilfe der neoadjuvanten Therapie soll eine Verringerung der Tumorlast erzielt werden, um das pathologisch vollständige Ansprechen zu verbessern. Über den optimalen Zeitpunkt für den…
Eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung (CED) kann nicht nur den Verdauungstrakt betreffen, sondern auch andere Körperbereiche wie Augen, Gelenke und Haut beeinträchtigen. Ebenfalls ist bislang bekannt, dass eine entzündliche Darmerkrankung das Risiko für thromboembolische Ereignisse erhöht. Aber haben Patientinnen und Patienten mit Morbus Crohn…
Der Leidensdruck von Menschen mit starkem Übergewicht ist groß. Neben der Stigmatisierung und eingeschränkten Lebensqualität kommen Begleiterkrankungen wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen hinzu. Eine bariatrische Chirurgie kann Erleichterung schaffen und das Gesamtüberleben verbessern. In der Würzburger Adipositas-Studie (WAS), wurden die…
Die Zahl der Menschen, die in den kommenden Jahrzehnten an Darmkrebs erkranken wird, wird aufgrund des ungesunden, westlichen Lebensstils und des zunehmenden Alters der Bevölkerung drastisch steigen. Daher ist es unerlässlich, weitere vermeidbare Risikofaktoren zu identifizieren, um gezielte Präventionsstrategien zu entwickeln. Prospektive…
Das Darmkrebsrisiko steigt mit zunehmendem Alter an. Etwa die Hälfte aller Patienten mit einem kolorektalen Karzinom erkrankt jenseits des 70. Lebensjahres. Sobald die Diagnose gestellt wurde, erfolgt im Laufe der Behandlung eine Operation, um den Tumor möglichst restlos zu entfernen. Dabei gibt es einige prädiktive Faktoren, die das Wiedererlangen…
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind weltweit auf dem Vormarsch. Der Nutzen derzeitiger Medikamente ist begrenzt – bei problematischen Nebenwirkungen. Ein südkoreanisches Forschungsteam stellt jetzt einen neuen Behandlungsansatz vor. Er basiert auf Nanopartikeln, die eine spezielle…
Anhaltende oder immer wieder auftretende Oberbauchbeschwerden wie Schmerzen, Brennen, Völlegefühl und vorzeitige Sättigung, für die sich keine organische Ursache findet, werden unter dem Begriff funktionelle Dyspepsie („Reizmagen“) zusammengefasst. Pflanzliche Mittel in verschiedenen Darreichungsformen (z. B. Kapseln, Tabletten, Pulver, Tee)…
Etwa ein Drittel der Betroffenen, die an einem Typ-2-Diabetes leiden, erkranken an einer nicht alkoholischen Steatohepatitis (NASH). Dabei wird eine Diabetes-Erkrankung bei Patienten mit Leberzirrhose, Hepatitis-C-Virus und starkem Alkoholkonsum mit einer hepatischen Dekompensation in Verbindung gebracht. Demzufolge könnte ein Typ-2-Diabetes auch…
Die einzig wirksame Therapie bei einer Zöliakie ist eine glutenfreie Diät. Sie allein führt langfristig zu einer Verbesserung der Symptome. Dennoch kann eine persistierende Zottenatrophie bei einigen Patientinnen und Patienten trotz einer glutenfreien Diät fortbestehen. Dies verschlechtert die Prognose der Betroffenen erheblich, wie eine aktuelle…
Mehreren Lebererkrankungen liegt zugrunde, dass die in der Leber produzierte Galle nicht wie vorgesehen in den Darm abgegeben wird. Somit kommt es zu einem Rückstau der Galle, was zur Schädigung des Lebergewebes führen kann. Bislang ging man davon aus, dass eine gleichzeitige Darmerkrankung das Fortschreiten einer Lebererkrankung mit Gallenstau…
Die Leitlinie zur Diagnostik und Therapie von Plattenepithelkarzinomen und Adenokarzinomen des Ösophagus befindet sich derzeit in Überarbeitung. Die wesentlichen Neuerungen betreffen dabei die operative Therapie, die Nachsorge sowie die Systemtherapie. Nun wurde die Leitlinie zur Konsultation freigegeben. Kommentiert werden kann noch bis zum 26.…
Klassische Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erklären nur etwas mehr als die Hälfte des Vorhofflimmerrisikos. Auf der Suche nach weiteren Einflussgrößen haben Forschende des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) das Darmmikrobiom in den Fokus genommen und konnten Veränderungen der Mikroorganismen bei Vorhofflimmern…
Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa (CU) und Morbus Crohn sind eine Vielzahl von Entzündungsmediatoren involviert. Darunter proentzündliche Zytokine wie u.a. Interleukin 1 (IL-1), 6 (IL-6) und 23 (IL-23) sowie der Tumornekrose-Faktor α. Eine Gruppe therapeutischer Wirkstoffe – sogenannte monoklonale Antikörper –…