Das Mikrobiom im Tumor ist mehr als nur ein Mitbewohner. Es könnte künftig helfen, Hochrisikopatienten frühzeitig zu erkennen. Denn offenbar können die Bakterien im Tumorgewebe beeinflussen, wie aggressiv ein Krebs verläuft – und wie gut Therapien anschlagen.
Das Darmmikrobiom ist ein hochkomplexes Ökosystem. Forschende haben nun entschlüsselt, wie nützliche Bakterien chemische Signale erkennen – und welche Rolle dabei Laktat, Formiat und andere Stoffwechselprodukte spielen. Die Erkenntnisse könnten helfen, das Mikrobiom gezielt zu stärken und Krankheiten vorzubeugen.
Kann eine einfache Speichelprobe künftig ausreichen, um das Risiko für schwerwiegende Erkrankungen wie Endokarditis, Darmkrebs oder chronische Entzündungen frühzeitig zu erkennen – ganz ohne invasive Magenspiegelung? Zumindest ist es jetzt gelungen, das Mikrobiom des oberen Verdauungstrakts zuverlässig über Speichelproben zu charakterisieren und…
In Mecklenburg-Vorpommern häufen sich EHEC-Infektionen bei Kindern – besonders in Urlaubsregionen. Drei Betroffene liegen auf Intensivstationen, 2 benötigen Dialyse. Die Infektionsquelle ist bislang unbekannt. Behörden warnen vor weiteren Ansteckungen und ermitteln unter Hochdruck.
Oxidativer Stress, gestörte Darmflora und Mikronährstoffmangel: Eine stille Entzündung kann unbemerkt Leistung und Gesundheit beeinträchtigen – besonders bei Sportlerinnen und Sportlern. Wie hängen Ernährung, Darmgesundheit und Training zusammen – und was kann man präventiv tun?
Das Blutprotein Albumin kann harmlose Candida-albicans-Stämme in gefährliche Erreger verwandeln. Die Hefe nutzt dabei eine bislang unbekannte Strategie: Sie produziert unter Albumin-Einfluss ein zellschädigendes Lipid – ganz ohne klassische Virulenzfaktoren wie Hyphenbildung oder Toxine. Die Erkenntnisse könnten die Entwicklung realitätsnaher…
Multiresistente E. coli im Darm können lebensgefährlich werden – vor allem, wenn sie in die Blutbahn gelangen. Ein Forschungsteam hat nun eine überraschend einfache Strategie getestet: harmlose E.-coli-Stämme als Nahrungskonkurrenten. Im Labor und im Mausmodell konnten sie die gefährlichen Keime erfolgreich verdrängen. Der Ansatz könnte künftig…
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa bringen nicht nur das Immunsystem, sondern auch den Stoffwechsel aus dem Takt. Die Kommunikation zwischen Darm und Mikrobiom scheint tiefgreifend gestört zu sein – und das hat Folgen für die Therapie.
Bestimmte Darmbakterien können die Alterung der Blutgefäße beschleunigen – und erhöhen so das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Doch es gibt auch bakterielle Hoffnungsträger. Im Alter verändert sich die Bakterienzusammensetzung im Darm so, dass weniger «verjüngende» und mehr schädliche Substanzen im Körper zirkulieren.
„CED und Wohlbefinden“ ist das Motto des diesjährigen Welt-CED-Tags am 19. Mai. Mit ihrem Aktionstag „Chronisch entzündliche Darerkrankungen 2025“ startet zeitgleich auch die Gastro-Liga e.V. eine umfassende Informationskampagne – die Sie auch Ihren CED-Patienten ans Herz legen können.
Joghurt mit seinen probiotischen Kulturen wird eine gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben – unter anderem auch auf das Darmmikrobiom. Eine große Kohortenanalyse zeigt nun einen möglichen Zusammenhang mit einer reduzierten Rate an proximalem Darmkrebs.
Kann der Darm vor Transplantatversagen warnen? Eine aktuelle Studie liefert Hinweise darauf, dass mikrobiologische Veränderungen im Darmmikrobiom frühzeitig auf eine drohende Abstoßung der transplantierten Niere hinweisen können – ein möglicher Gamechanger für die Nachsorge in der Transplantationsmedizin.
Eine enterale Ernährung zur Remissionsinduktion bei einem Morbus Crohn ist wirksam, aber unbeliebt. Mit einer alltagstauglichen oralen Diät lassen sich jedoch offenbar vergleichbare Effekte erzielen – bei deutlich besserer Akzeptanz. Dies zumindest legen die Daten einer aktuellen israelischen Studie nahe.
Ein Enzym, das bei chronischen Darmentzündungen überproduziert wird, könnte auch eine Schlüsselrolle bei der Darmkrebsentstehung spielen: Die Blockade des Proteins HKDC1 bremst das Tumorwachstum – ein vielversprechender neuer Ansatz für personalisierte Therapien.