Neue Forschung zeigt, dass gewöhnliche Darmbakterien Proteine direkt in menschliche Zellen transportieren und so zentrale Immunprozesse steuern – mit potenziellen Folgen für Erkrankungen wie Morbus Crohn.
Das Darmmikrobiom bei Krankenhausaufnahme liefert wertvolle Hinweise auf spätere Komplikationen nach schwerer akuter Pankreatitis. Eine internationale Studie unter Göttinger Leitung zeigt, dass computergestützte Modelle auf Basis mikrobieller Muster prognostische Aussagen über den Krankheitsverlauf ermöglichen.
Eine Pilotstudie legt nahe, dass Probiotika nicht nur die Darmflora unterstützen, sondern auch das Zusammenspiel der Mikroben stärken – mit möglichen positiven Effekten auf Verhaltenssymptome beim Fragilen-X-Syndrom.
Forschende zeigen erstmals, dass Bakterien aus dem Mund den Darm von Menschen mit chronischer Lebererkrankung besiedeln können – mit gravierenden Folgen für die Darmbarriere und den Krankheitsverlauf der Leber.
Obwohl Darmkrebs typischerweise als Erkrankung höheren Alters gilt, tritt er zunehmend auch bei jüngeren Erwachsenen auf. Ein großes Forschungsnetzwerk untersucht, warum Darmkrebs bei Menschen unter 50 zunimmt – und welche Rolle ein verändertes Mikrobiom dabei spielt. Erste Daten zeigen ein charakteristisches Muster mikrobieller Veränderungen, das…
Gesunde Pflanzenstoffe aus Beeren, Nüssen oder Gemüse entfalten ihre Wirkung erst, wenn sie von den Enzymen unserer Darmbakterien umgewandelt werden. Doch dieses „chemische Kochbuch“ ist bei jedem Menschen anders – und bei chronischen Erkrankungen oft gestört. Ein internationales Forschungsteam hat nun entschlüsselt, wie Darmbakterien gesunde…
Krebstherapien wie Bestrahlung oder Stammzelltransplantation belasten die Darmschleimhaut stark – ein bakterielles Stoffwechselprodukt könnte hier gezielt helfen.
Mit 1,5 Millionen Euro unterstützt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ein Forschungsprojekt von Jens Puschhof vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), das neue Wege zur Verhinderung von Darmkrebs durch gezielte Mikrobiom-Analyse aufzeigen soll.
Die Ehec-Welle aus Mecklenburg-Vorpommern greift auf Schleswig-Holstein über – erste schwere Krankheitsverläufe und zahlreiche Verdachtsfälle werden gemeldet.
Zuckerhaltige Getränke wie Cola und Limonade könnten über das Darmmikrobiom depressive Symptome auslösen – besonders bei Frauen, wie neue Forschung zeigt.
Das menschliche Mikrobiom beeinflusst weit mehr als nur die Verdauung: Neue Forschungsergebnisse legen nahe, dass die Darmflora auch eine Rolle bei Augenerkrankungen wie der altersabhängigen Makuladegeneration spielen könnte.
Das Mikrobiom im Tumor ist mehr als nur ein Mitbewohner. Es könnte künftig helfen, Hochrisikopatienten frühzeitig zu erkennen. Denn offenbar können die Bakterien im Tumorgewebe beeinflussen, wie aggressiv ein Krebs verläuft – und wie gut Therapien anschlagen.
Das Darmmikrobiom ist ein hochkomplexes Ökosystem. Forschende haben nun entschlüsselt, wie nützliche Bakterien chemische Signale erkennen – und welche Rolle dabei Laktat, Formiat und andere Stoffwechselprodukte spielen. Die Erkenntnisse könnten helfen, das Mikrobiom gezielt zu stärken und Krankheiten vorzubeugen.
Kann eine einfache Speichelprobe künftig ausreichen, um das Risiko für schwerwiegende Erkrankungen wie Endokarditis, Darmkrebs oder chronische Entzündungen frühzeitig zu erkennen – ganz ohne invasive Magenspiegelung? Zumindest ist es jetzt gelungen, das Mikrobiom des oberen Verdauungstrakts zuverlässig über Speichelproben zu charakterisieren und…