Wie tief muss sequenziert werden, um das Darmmikrobiom zuverlässig zu charakterisieren? Ein Team der Uniklinik RWTH Aachen hat die Shotgun-Metagenomsequenzierung systematisch geprüft – mit klaren Empfehlungen zu Sequenzierungstiefe, Stammrekonstruktion und funktioneller Analyse. Die Ergebnisse erleichtern künftig Planung und Vergleichbarkeit großer…
Antibiotika sind bei bakteriellen Infektionen lebensrettend. Allerdings bringt ihre Verwendung auch Nachteile mit sich. So schädigen sie etwa die Darmflora nachhaltig, wie eine aktuelle Studie nun zeigt.
Ein neu identifiziertes Virus im weit verbreiteten Darmbakterium Bacteroides fragilis könnte Einfluss auf die Entstehung von Darmkrebs haben – doch welche Rolle es tatsächlich spielt, müssen weitere Studien klären.
Das menschliche Darmmikrobiom ist so individuell wie ein Fingerabdruck. Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa spielt es eine zentrale Rolle. Ein interdisziplinäres NRW-Forschungsprojekt entwickelt KI-basierte Mikrobiomanalysen, die künftig personalisierte Therapien ermöglichen und invasive…
Die Mikrobiomforschung hat den klinischen Alltag bislang nur eingeschränkt erreicht – zu komplex erscheinen die Datenmengen aus Sequenzanalysen. Ein funktionsorientierter Blick auf das Darmmikrobiom eröffnet jedoch neue therapeutische Perspektiven, insbesondere über die Ernährung. Welche Diätformen die Mikrobiota nachhaltig modulieren, erläuterte …
Neue Forschung zeigt, dass gewöhnliche Darmbakterien Proteine direkt in menschliche Zellen transportieren und so zentrale Immunprozesse steuern – mit potenziellen Folgen für Erkrankungen wie Morbus Crohn.
Das Darmmikrobiom bei Krankenhausaufnahme liefert wertvolle Hinweise auf spätere Komplikationen nach schwerer akuter Pankreatitis. Eine internationale Studie unter Göttinger Leitung zeigt, dass computergestützte Modelle auf Basis mikrobieller Muster prognostische Aussagen über den Krankheitsverlauf ermöglichen.
Eine Pilotstudie legt nahe, dass Probiotika nicht nur die Darmflora unterstützen, sondern auch das Zusammenspiel der Mikroben stärken – mit möglichen positiven Effekten auf Verhaltenssymptome beim Fragilen-X-Syndrom.
Forschende zeigen erstmals, dass Bakterien aus dem Mund den Darm von Menschen mit chronischer Lebererkrankung besiedeln können – mit gravierenden Folgen für die Darmbarriere und den Krankheitsverlauf der Leber.
Obwohl Darmkrebs typischerweise als Erkrankung höheren Alters gilt, tritt er zunehmend auch bei jüngeren Erwachsenen auf. Ein großes Forschungsnetzwerk untersucht, warum Darmkrebs bei Menschen unter 50 zunimmt – und welche Rolle ein verändertes Mikrobiom dabei spielt. Erste Daten zeigen ein charakteristisches Muster mikrobieller Veränderungen, das…
Gesunde Pflanzenstoffe aus Beeren, Nüssen oder Gemüse entfalten ihre Wirkung erst, wenn sie von den Enzymen unserer Darmbakterien umgewandelt werden. Doch dieses „chemische Kochbuch“ ist bei jedem Menschen anders – und bei chronischen Erkrankungen oft gestört. Ein internationales Forschungsteam hat nun entschlüsselt, wie Darmbakterien gesunde…
Krebstherapien wie Bestrahlung oder Stammzelltransplantation belasten die Darmschleimhaut stark – ein bakterielles Stoffwechselprodukt könnte hier gezielt helfen.
Mit 1,5 Millionen Euro unterstützt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ein Forschungsprojekt von Jens Puschhof vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), das neue Wege zur Verhinderung von Darmkrebs durch gezielte Mikrobiom-Analyse aufzeigen soll.
Die Ehec-Welle aus Mecklenburg-Vorpommern greift auf Schleswig-Holstein über – erste schwere Krankheitsverläufe und zahlreiche Verdachtsfälle werden gemeldet.
Zuckerhaltige Getränke wie Cola und Limonade könnten über das Darmmikrobiom depressive Symptome auslösen – besonders bei Frauen, wie neue Forschung zeigt.