Biologika haben die Therapie von Colitis ulcerosa deutlich verbessert. Eine Arbeitsgruppe untersuchte jetzt in einer gematchten Fall-Kontroll-Studie, wie es mit postoperativen Komplikationen nach präoperativer Gabe von Vedolizumab aussieht.
Zusammenhänge zwischen einer gestörten Zusammensetzung des Darmmikrobioms und dem Behandlungsergebnis nach allogener hämatopoetischer Stammzelltransplantation wurden in monozentrischen Studien bereits nachgewiesen. Eine multizentrische Studie weist jetzt auf ein erhöhtes Mortalitätsrisiko bei abnehmender Bakterienvielfalt im Darm hin.
Oft untersucht und daher nicht neu: Personen mit dickem Bauch leben gefährlicher, was das Risiko für Schlaganfälle betrifft. Dabei erhöht scheinbar allein die abdominelle Adipositas – unabhängig vom Blutdruck und Glukoselevel – das Risiko.
Gastrointestinale Blutungen kommen bei Patienten mit Vorhofflimmern und oraler Antikoagulationstherapie häufig vor. Doch weisen die Blutungen auf ein erhöhtes Darmkrebsrisiko hin? Das untersuchten jetzt Wissenschaftler aus Dänemark.
Patienten, die mit Säureblockern behandelt werden, haben ein um rund 75% erhöhtes Risiko für einen intestinalen Befall mit multiresistenten Mikroorganismen. Das ergab eine Metaanalyse aus den Niederlanden.
Patienten mit Morbus Crohn haben ein erhöhtes Risiko an Darmkrebs zu erkranken und daran zu sterben. Das ergab eine Kohortenstudie aus Dänemark und Schweden, die in der Fachzeitschrift Lancet Gastroenterology & Hepatology veröffentlicht wurde.
Die Dyspepsie ist im klinischen Alltag ein häufiges Problem. Jetzt betrachteten Eusebi LH et al. die Effektivität verschiedener Managementstrategien in einem systematischen Review und einer Metaanalyse genauer.
Es gibt Hinweise darauf, dass eine laparoskopische Schlauchgastrektomie (LSG) gastroösophageale Refluxsymptome verstärken kann. Wissenschaftler aus Brasilien untersuchten nun bei Patienten mit Adipositas, wie sich die LSG im Vergleich zum laparoskopischen Roux-en-Y-Magenbypass (LRYGB) auf die gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) auswirkt.
Das sexualhormonbindende Globulin (SHBG) wurde bereits mit Stoffwechselerkrankungen in Verbindung gebracht. Jetzt untersuchten Wissenschaftler aus China die Rolle von SHBG bei nicht alkoholischer Fettlebererkrankung (NAFLD).
Der optimale neoadjuvante Therapieansatz für Patienten mit resezierbarem Pankreaskarzinom ist unklar. Daher verglichen nun Wissenschaftler aus den USA die Outcomes nach präoperativer Chemotherapie, präoperativer Chemotherapie mit konventionell fraktionierter Bestrahlung (CFR) und präoperativer Chemotherapie mit stereotaktischer Bestrahlung (SBR).
Experten sehen ausgewählte Probiotika als unterstützende Option für Personen mit Reizdarmsyndrom. Eine neue Studie prüfte nun die Wirksamkeit und Sicherheit per systematischem Review und Metaanalyse.
Auch wenn respiratorische Symptome bei COVID-19-Patienten am häufigsten auftreten, zeigt jetzt eine Studie aus den USA, dass rund 60% der stationären Patienten auch Magen-Darm-Beschwerden haben.
Bei der Entwicklung eines intrahepatischen Gallengangskarzinoms (ICC) könnten das Hepatitis-B- (HBV) und -C-Virus (HCV) eine Rolle spielen. Seo JW et al. ermittelten jetzt in einem retrospektiven Chart-Review den prognostischen Wert einer Hepatitis-Virus-Infektion sowie andere Prognosefaktoren, die das Überleben bei ICC-Patienten beeinflussen.
Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) können die Teilnahme am Berufsleben erschweren. Eine medizinische Rehabilitation soll das verhindern. Doch wie schneidet sie im Vergleich zur Routineversorgung ab?
Der Einsatz einer primären Tumorresektion (PTR) bei Kolorektalkarzinomen im Stadium IV ist umstritten. Eine randomisiert kontrollierte Studie aus Japan zeigt jetzt, dass eine Resektion des asymptomatischen Primärtumors mit anschließender Chemotherapie (CTX) nichts bringt, wenn bereits nicht resezierbare Metastasen vorliegen.