Für Patienten mit fortgeschrittenem Pankreaskarzinom ist die komplette chirurgische Entfernung des Tumors meist die einzige Option. Nicht klar ist jedoch, wie man am besten präoperativ behandelt. Ein Würzburger Ärzteteam untersuchte nun, welches Chemotherapieschema optimale Voraussetzungen für eine erfolgreiche OP schaffen kann.
Immer mehr Studien sprechen sich bei akuter Appendizitis für eine primäre Behandlung mit Antibiotika aus. Eine populationsbasierte Studie mit mehr als 800.000 Patienten zeigt nun: Es gibt eine Entwicklung zugunsten eines nichtoperativen Vorgehens.
Die Entfernung einer Dysplasie im distalen Ösophagus ist nicht einfach und nicht bei jedem Patienten entwickelt sich aus einer Dysplasie ein Karzinom. In einer prospektiven randomisierten Multizenterstudie verglich nun ein Team aus Paris die endoskopische Radiofrequenzablation (RFA) mit einer jährlichen endoskopischen Überwachung.
Für Patienten mit refraktärem kolorektalen Karzinom (CRC) gibt es nur wenige Behandlungsoptionen. Als positiv bewertet nun eine klinische Phase-II-Studie den Einsatz von Metformin und Irinotecan hinsichtlich der Krankheitskontrolle.
Patienten mit fortgeschrittenem Magenkrebs profitieren scheinbar auch auf lange Sicht vom Checkpointinhibitor Nivolumab. Die ATTRACTION-2-Studie zeigte im Vergleich zu Placebo ein verbessertes Gesamtüberleben (OS) bei Patienten, die bereits ≥ 2 Chemotherapieregimen erhalten hatten. Jetzt liegen die 3-Jahres-Follow-up-Daten vor.
Gerade nach einer Chemotherapie kämpfen viele Patienten mit Appetitverlust und Mangelernährung. Bei solchen mit nicht heilbarem Magenkarzinom kann jedoch eine heimparenterale Ernährung (HPE) eine deutliche Verbesserung des Ernährungsstatus bewirken, wie Forscher aus Taiwan nun in einer kleinen Studie herausfanden.
Für Spenderorgane bietet die kalte Transplantatlagerung nicht immer optimale Voraussetzungen. In einer randomisierten Studie führte nun die hypotherme oxygenierte Maschinenperfusion (HMP) im Vergleich zur kalten Lagerung zu einem geringeren Risiko für nicht anastomotische biliäre Strikturen nach Lebertransplantationen.
Neben einer Änderung des Lebensstils können medikamentöse Therapien dazu beitragen, das Körpergewicht zu senken. Semaglutid einmal pro Woche zusätzlich zu einer Lebensstilintervention scheint dabei Erwachsenen mit Übergewicht oder Adipositas etwas zu bringen.
Zur Wirksamkeit und Toxizität einer Sorafenib-Behandlung bei älteren Patienten mit hepatozellulärem Karzinom (HCC) gibt es keinen Konsens. Meist starten Ältere mit einer niedrig dosierten Therapie mit dem Ziel, toxische Ereignisse zu vermeiden. Jetzt prüften Wissenschaftler, ob sich das Patientenalter auf das Gesamtüberleben und die Toxizität…
Präklinische Studien unterstützen eine anti-entzündliche Rolle von Albumin, aber es fehlen groß angelegte klinische Studien, die das bestätigen. In einer randomisierten, multizentrischen Parallelgruppenstudie untersuchten nun Londoner Wissenschaftler, ob ein Serum-Albumin-Zielwert ≥ 30 g pro Liter bei Patienten mit dekompensierter Zirrhose…
Patienten mit hepatorenalem Syndrom (HRS) haben meist keine guten Aussichten. Die Prognose ist schlecht. Die Gabe von Terlipressin kann jedoch für Besserung sorgen. Jetzt wurden die Ergebnisse einer Phase-III-Studie zur Wirksamkeit und Sicherheit des Vasokonstriktors veröffentlicht.
Ein kontroverses Thema: die primäre Tumorresektion (PTR) vor der Chemotherapie bei Darmkrebspatienten mit asymptomatischem Primärtumor und nicht resektablen Metastasen. In einer randomisierten Phase-III-Studie zeigte sie nun kein besseres Ergebnis als die alleinige Chemotherapie.
An Morbus Crohn erkranken immer häufiger auch Kinder. Bei ihnen wurde jetzt in einer multizentrischen Studie die Wirksamkeit des TNF-α-Antikörpers Infliximab in der Erstlinie mit einer konventionellen Behandlung zur Erreichung und Aufrechterhaltung der Remission verglichen.
Postoperative, nicht aber präoperative entzündungsbasierte Prognosemarker scheinen bei Darmkrebs im Stadium III das Gesamtüberleben (OS) und das rezidivfreie Überleben (RFS) genauer vorherzusagen. Zu diesem Ergebnis kommen nun Wissenschaftler aus Tokio, die hierzu eine retrospektive Studie mit knapp 600 Patienten durchführten.
Ein Baby trotz chronischer Erkrankung? Früher meist undenkbar, heute durch moderne Geburtsmedizin möglich. So auch bei chronischen Lebererkrankungen, die die Fertilität beeinträchtigen und Schwangerschaftsrisiken wie Frühgeburten erhöhen können. In einer retrospektiven Analyse wurden nun Sicherheit und Wirksamkeit einer In-vitro-Fertilisation…