Wenig Fleisch, dafür viel Obst und Gemüse – eine pflanzenbasierte Ernährung gilt als gesund. Eine internationale Metaanalyse mit über 1,8 Millionen Teilnehmenden zeigt jetzt: Nicht jede pflanzenbetonte Kost schützt gleichermaßen vor Krebs – manche Ernährungsformen sind sogar mit einem erhöhten Risiko verbunden.
Abwertende Sprüche, körperliche Übergriffe, Machtmissbrauch durch Vorgesetzte: Eine Umfrage des Marburger Bundes unter rund 1.100 Ärztinnen und Ärzten in Niedersachsen offenbart ein erschreckendes Ausmaß sexueller Belästigung im Klinikalltag. Fast jede zweite Ärztin berichtet zudem von Machtmissbrauch – getragen von einer „Kultur des Schweigens".
Antibiotika sind bei bakteriellen Infektionen lebensrettend. Allerdings bringt ihre Verwendung auch Nachteile mit sich. So schädigen sie etwa die Darmflora nachhaltig, wie eine aktuelle Studie nun zeigt.
Forschenden der Technischen Universität München ist es gelungen, das Standardantibiotikum Metronidazol chemisch so zu modifizieren, dass es Helicobacter pylori bis zu 60 mal effektiver ausschaltet – selbst resistente Stämme werden im Labor und im Tierversuch zuverlässig bekämpft.
Fast 10.000 Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen, rund 5.200 getötete Helfer, allein 2.000 Tote im vergangenen Jahr: Zehn Jahre nach der UN-Resolution 2286 ziehen WHO, IKRK und Ärzte ohne Grenzen eine ernüchternde Bilanz. Staatliche Armeen tragen den größten Teil der Verantwortung – der politische Wille zum Schutz medizinischen Personals…
Menschen mit Zöliakie leiden häufig unter Komorbiditäten. Oftmals sind sie von Diabetes, Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse, Lebererkrankungen und anderen Erkrankungen betroffen.
Bauchspeicheldrüsenkrebs weist die niedrigste Überlebensrate unter allen Krebserkrankungen auf. Mit ONCOverse entsteht eine digitale Plattform, die klinische Daten und Patientenberichte zusammenführt, um Therapieentscheidungen präziser zu machen – unterstützt durch eine Millionenförderung der Deutschen Krebshilfe.
Neue Machine-Learning-Modelle ermöglichen präzisere Vorhersagen zu Überleben, Metastasierungsrisiko und Therapieerfolg bei Bauchspeicheldrüsenkrebs – und könnten die Entscheidungsfindung in Tumorboards künftig maßgeblich unterstützen.
Ein neu identifiziertes Virus im weit verbreiteten Darmbakterium Bacteroides fragilis könnte Einfluss auf die Entstehung von Darmkrebs haben – doch welche Rolle es tatsächlich spielt, müssen weitere Studien klären.
Das menschliche Darmmikrobiom ist so individuell wie ein Fingerabdruck. Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa spielt es eine zentrale Rolle. Ein interdisziplinäres NRW-Forschungsprojekt entwickelt KI-basierte Mikrobiomanalysen, die künftig personalisierte Therapien ermöglichen und invasive…
Die Mikrobiomforschung hat den klinischen Alltag bislang nur eingeschränkt erreicht – zu komplex erscheinen die Datenmengen aus Sequenzanalysen. Ein funktionsorientierter Blick auf das Darmmikrobiom eröffnet jedoch neue therapeutische Perspektiven, insbesondere über die Ernährung. Welche Diätformen die Mikrobiota nachhaltig modulieren, erläuterte …
Eine aktuelle Modellierungsstudie zeigt, dass sowohl Koloskopie als auch FIT-Test das Darmkrebs- und Mortalitätsrisiko deutlich senken – am effektivsten jedoch ist eine Kombination beider Verfahren.
In der „Deutschen Allianz Pankreaskarzinom“ arbeiten Forschende aus Essen und weiteren Zentren an neuen Behandlungsmöglichkeiten für Bauchspeicheldrüsenkrebs. Das Konsortium DEFEAT PDAC soll die molekularen Eigenschaften des Tumors entschlüsseln und Immuntherapien wirksamer machen.
Zell- und Gentherapien, simulierte Organmodelle, „lebende" Arzneimittel: Auf dem Charité-Campus Virchow-Klinikum eröffnen mit „Si-M" und „BeCAT" zwei neue Forschungszentren, die bislang unheilbare Krankheiten behandelbar machen sollen. Charité und TU Berlin bündeln dort Biomedizin und Ingenieurwissenschaften – mit klarem Anspruch an die Weltspitze.
Ein Forschungsteam der Universität Siegen hat einen zentralen Mechanismus des darmeigenen Immunsystems entschlüsselt und untersucht nun, wie sich gestörte Signalwege bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa gezielt beeinflussen lassen. Das Projekt könnte den Weg zu neuen Medikamenten ebnen – und setzt zugleich auf tierexperimentelle Alternativen.