Plattenepithelkarzinome als auch Adenokarzinome des Ösophagus werden häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt – auch weil es bislang keine Vorsorgeuntersuchungen gibt. Eine gastrointestinale Endoskopie durchzuführen, wäre in der Breite schlicht nicht leistbar. Chinesische Forschende entwickelten nun ein Verfahren, das auf…
Der Mikrosatellitenstatus gilt seit langem als prädiktiver Marker für die Wirksamkeit von Immun-Checkpoint-Inhibitoren bei verschiedenen Krebserkrankungen. Daher ist die Untersuchung auf eine Mikrosatelliteninstabiliät (MSI) mittlerweile Standard bei der Untersuchung kolorektaler Karzinome. Forschende entwickelten nun ein neues Verfahren, das auf…
Bislang erfolgt der Nachweis einer nichtalkoholischen Steatohepatitis (NASH) durch eine Leberbiopsie. Letztere ist allerdings invasiv und sehr ressourcenintensiv. Daher besteht ein dringender Bedarf an nicht-invasiven Biomarkern. In einem Projekt, an dem 13 europäische Länder beteiligt waren, wurden nun 17 mögliche nicht-invasive Biomarker getestet…
In den vergangenen Jahren ist der Organerhalt nach Erreichen des klinischen vollständigen Ansprechens auf die neoadjuvante Therapie bei Rektumkarzinomen zunehmend in den Fokus gerückt. Die multizentrische Phase-3-Studie OPERA untersuchte nun, ob ein zusätzlicher Brachytherapie-Boost bei der neoadjuvanten Chemotherapie die Wahrscheinlichkeit eines…
Bei Betroffenen mit Zöliakie löst Gluten eine Autoimmunreaktion aus, die zu einer Entzündung der Darmschleimhaut und einer Rückbildung der Darmzotten führt. Dadurch ist der Dünndarm massiv in seiner Funktion der Nährstoffaufnahme gestört. Eine glutenfreie Ernährung reicht zur Behandlung der Zöliakie allerdings nicht aus, da die Darmschädigung…
Alkohol ist eine der Hauptursachen für Leberfibrose und die Alkoholrehabilitation die einzig verfügbare Therapie für Patientinnen und Patienten mit alkoholbedingter Lebererkrankung. Allerdings kommt es bei den Betroffenen häufig zu Rückfällen, sodass eine alternative Behandlung der Leberfibrose erforderlich wird. Als potenzielle Therapieziele…
Upadacitinib ist seit Juli 2022 für Erwachsene mit mittelschwerer bis schwerer aktiver Colitis ulcerosa (CU) zugelassen. Zuvor hatte er in einer Phase-3-Studie eine gute Wirksamkeit und Verträglichkeit gezeigt. Auf dem diesjährigen ECCO-Kongress in Kopenhagen stellten Forschende nun erste Ergebnisse einer aktuellen Post-hoc-Studie vor.
Derzeit erhalten Betroffene mit Enddarmkrebs eine Operation und je nach Stadium eine Kombination aus Strahlen- und Chemotherapie. Dennoch sind die 5-Jahres-Überlebensraten insbesondere bei Patientinnen und Patienten im fortgeschrittenen Stadium gering. Möglicherweise könnten diese von einer neoadjuvanten Therapie mit einem PD-1-Inhibitor…
Der Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel wie Kuhmilch, Soja oder Weizen kann Patientinnen und Patienten mit eosinophiler Ösophagitis helfen, eine histologische Remission zu erreichen. Bislang gab es aber keine Studien, die untersucht haben, welche Eliminationsdiät am wirksamsten ist.
Etwa 15 bis 25% der Patientinnen und Patienten mit primärer Clostridioides difficile-Infektion (CDI) erleiden nach Abschluss der Antibiotikabehandlung einen Rückfall. Ursache hierfür ist meist das gestörte gastrointestinale Mikrobiom, das die Sporenauskeimung und die Vermehrung toxinproduzierender C. difficile-Bakterien fördert. Um ein…
Neben einer Infektion mit Helicobacter pylori können auch bestimmte Ernährungsgewohnheiten und Lebensstilfaktoren das Risiko für Magenkrebs beeinflussen. Auch besteht die Vermutung, dass der Konsum von Allium-Gemüse, wozu u.a. Zwiebeln, Lauch und Knoblauch gehören, das Risiko, an einem Magenkarzinom zu erkranken, mindern könne.
Bei der chologenen Diarrhö wird eine erhöhte Menge an Gallensäuren im Dickdarm ausgeschieden, was mit den sogenannten SeHCAT-Test nachgewiesen werden kann. Zur Therapie steht Colesevelam zur Verfügung, das Gallensäuren binden kann und ihre Rückresorption verhindert.
Den Ergebnissen der KEYNOTE-177-Studie zufolge, erzielen Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom (KRK) und hoher Mikrosatelliteninstabilität (MSI-H) und/oder Mismatch-Reparatur-Defizienz (dMMR) bessere Ergebnisse, wenn sie in der Erstlinientherapie mit Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICI) anstatt mit Chemotherapie behandelt werden. Damit wird…
Mithilfe von direkt antiviral wirkenden Substanzen (direct acting antivirals, DAA) konnte die Behandlung von Hepatitis C enorm verbessert werden – bei nahezu allen behandelten Patienten kann damit eine virologische Heilung erreicht werden. Bislang gibt es allerdings kaum Studien, die die langfristigen Auswirkungen einer Behandlung mit DAA…
Methoden des maschinellen Lernens kommen in der Medizin zunehmend zum Einsatz, um klinisch relevante Informationen aus digitalen Pathologiedaten zu extrahieren. Derzeit erfolgt der Nachweis von tertiären lymphoiden Strukturen (TLS) durch Multiplex-Immunhistochemie, was sowohl komplex als auch kosten- und zeitintensiv ist. Angesichts dessen…