Im Zuge der Legalisierung von Cannabis gibt es nach wie vor großen Forschungsbedarf hinsichtlich der Wirkung der Inhaltsstoffe auf den Körper. Für das nicht psychoaktive Cannabidiol zeigt sich nun: Es besitzt entzündungshemmende, die Darmgesundheit fördernde Eigenschaften. Dies haben Forschende der Freien Universität Berlin auf molekularer Ebene…
Das TNM-Klassifikationssystem, das die Tumorgröße und die Ausbreitung der Tumorzellen abbildet, gilt als etablierter Prädiktor für das Überleben der Patientinnen und Patienten mit Darmkrebs. Allerdings wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche weitere Faktoren mit der Prognose in Verbindung gebracht, die nicht Teil des TNM-Systems sind.…
Heutige Diagnoseverfahren unterscheiden nicht immer sicher zwischen einer chronischen Entzündung der Bauchspeicheldrüse und Bauchspeicheldrüsenkrebs; etwa ein Drittel aller Diagnosen sind nicht eindeutig. Wissenschaftler aus dem DKFZ und dem Universitätsklinikum Heidelberg suchten daher nach molekularen Markern, die diese Diagnose präzisieren.…
In den letzten 40 Jahren hat die Häufigkeit von Adenokarzinomen der Speiseröhre und des ösophagogastralen Übergangs zugenommen, was auch mit der Zunahme von Fettleibigkeit in Zusammenhang stehen dürfte. Aufgrund von mangelnden Phase-3-Studiendaten besteht jedoch keine Einigkeit über das optimale kurative therapeutische Vorgehen in fortgeschrittenen…
Die Analyse von Mutationen bei Patientinnen und Patienten mit metastasierten kolorektalen Karzinomen (KRKs) kann die Wahl der passenden Therapie entscheidend beeinflussen. Die Liquid Biopsy mit Untersuchung der zirkulierenden Tumor-DNA (circulating tumor DNA; ctDNA) stellt dabei nicht nur für die molekulare Charakterisierung des Tumors einen…
Die Kombination aus liposomalem Irinotecan, Fluorouracil, Leucovorin und Oxaliplatin (NALIRIFOX) zeigte in einer Phase-2-Studie vielversprechende Ergebnisse bei therapienaiven Patienten mit metastasiertem duktalem Adenokarzinom der Bauchspeicheldrüse (mPDAC). Die Ergebnisse der Phase-3-Studie (NAPOLI 3) bestätigen nun die Wirksamkeit und Sicherheit…
Besteht der Verdacht auf eine Zöliakie, so werden zunächst die Gewebstransglutaminase-IgA-Antikörper und das Gesamt-IgA (Immunglobulin A) im Blut bestimmt. Dieser Antikörpertest ist in der Regel ausreichend, um eine Zöliakie festzustellen bzw. auszuschließen. Die endgültige Absicherung der Diagnose erfolgt dann durch eine Dünndarmbiopsie.
Dupilumab ist seit Anfang 2023 auch zur Behandlung von eosinophiler Ösophagitis (EoE) zugelassen, sofern die Beschwerden der Patienten unter konventioneller medikamentöser Therapie nicht ausreichend gelindert werden können. Die Zulassungsstudie hatte zuvor ergeben, dass etwa 60% der Patienten, die einmal wöchentlich 300 mg Dupilumab erhalten, eine…
Die Prognose und der Erfolg der systemischen Therapie des hepatozellulären Karzinoms (HCC) wird durch den Grad der Leberfunktionsstörung bedingt, die aus der zugrunde liegenden Lebererkrankung resultiert. So war ein HCC mit einem Child-Pugh Stadium B lange mit einem schlechteren Überleben verbunden als unter einem Child-Pugh Stadium A. Mit dem…
Ein Dünndarmverschluss kann ein lebensbedrohlicher Notfall sein. Nicht selten wird noch in der Notaufnahme mit der Therapie begonnen. Ist der Darm nicht vollständig verschlossen, kommen zunächst konservative Therapiemöglichkeiten zum Einsatz. Kann die Blockade damit nicht gelöst werden, ist ein operativer Eingriff erforderlich.
Bei der Behandlung der nichtalkoholischen Fettlebererkrankung (NAFLD) könnte resistente Stärke als Präbiotikum künftig eine wichtige Rolle spielen. Erste Hinweise deuten darauf hin, dass eine speziell abgestimmte Ernährungsform mit resistenter Stärke nicht nur das Darmmikrobiom positiv beeinflusst, sondern auch zu einer Linderung des…
Zum ersten Mal zeigen Forschende von Helmholtz Munich und der Technischen Universität Dresden (TU Dresden) nun, dass Vorhersagen basierend auf künstlicher Intelligenz (KI) vergleichbare Ergebnisse, wie klinische Tests an Biopsien von Patient:innen mit kolorektalem Karzinom liefern können.
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Durch die zunehmende Anerkennung der bidirektionalen Kommunikation zwischen Darm und Gehirn werden Überlegungen laut, dass psychologische Therapien positive Auswirkungen auf die Krankheitsaktivität von Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) haben könnten.
In den letzten Jahren hat sich die Therapielandschaft des hepatozellulären Karzinoms (HCC) stark erweitert – und sie könnte bald weiter anwachsen. Vor Kurzem wurden die Ergebnisse der Phase-3-Studie CARES-310 publiziert, in der die Wirksamkeit des PD-L1-Inhibitors Camrelizumab in Kombination mit dem VEGFR2-gerichteten Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI)…
Ein an der Universitätsmedizin Augsburg entwickeltes Verfahren erlaubt es, die Aggressivität bestimmter Tumoren mit großer Sicherheit einzuschätzen. Mit der einfachen und äußerst kostengünstigen Methode lässt sich etwa eine Verlaufsprognose für Magen- oder Dickdarmkrebs abgeben. Gerade bei Magentumoren war die Beurteilung bislang schwierig.