Glucagon-like peptide 1 (GLP-1)-Rezeptoragonisten, im Volksmund auch als Abnehmspritzen bekannt, erleben aktuell einen großen Hype im Rahmen der Adipositastherapie, wenngleich sie ursprünglich zur Behandlung von Diabetes entwickelt worden sind. In jüngster Zeit wurden jedoch vermehrt Bedenken laut, die Anwendung von GLP-1-Rezeptoragonisten könne…
Beim Rektumkarzinom gehörte es lange zum Standardvorgehen, dass die Patienten vor der totalen mesorektalen Exzision eine neoadjuvante Strahlentherapie erhielten. Doch die Ergebnisse verschiedener Studien deuteten darauf hin, dass auf die Strahlentherapie verzichtet werden kann, ohne dass dies das Gesamtüberleben negativ beeinträchtigt. Diese…
Seit August 2023 stehen mit der Kombination aus Pembrolizumab und Trastuzumab weitere Immuntherapeutika zur Behandlung von Magenkrebs und Karzinomen des gastroösophagealen Übergangs (GEJ) zur Verfügung. Zuvor hatte die neoadjuvante Behandlung aus Pembrolizumab plus Chemotherapie im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie zu einer signifikanten…
Eine perioperative Chemotherapie gehört mittlerweile zum Therapiestandard bei Patientinnen und Patienten mit einem lokal fortgeschrittenen Adenokarzinom des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs (GEJ). Zudem konnten Studien eine Verbesserung der Überlebenschancen durch Zugabe eines PD-1-Inhibitors zur Chemotherapie finden. Auf dem…
Krebserkrankungen des Gastrointestinaltraktes machen etwa ein Viertel der weltweiten Krebserkrankungen aus und sogar ein Drittel aller Krebstodesfälle. Daten einer aktuellen globalen Studie weisen nun darauf hin, dass das Risiko, im Leben an einem gastrointestinalen Tumor zu erkranken, etwa 8 Prozent beträgt.
In China steht für die Behandlung des lokal fortgeschrittenen Plattenepithelkarzinoms der Speiseröhre (LA-ESCC) der PD-1-Inhibitor Camrelizumab zur Verfügung. Auf dem diesjährigen ASCO Gastrointestinal Cancers Symposium in San Francisco stellten chinesische Forschende nun erste Ergebnisse der Phase-3-Studie ESCORT-NEO vor, in der die Kombination…
Wie wahrscheinlich ist eine bestimmte Krankheit aufgrund eines symptomatischen Erscheinungsbilds, d.h. mit welcher Wahrscheinlichkeit fällt ein anschließender diagnostischer Test positiv aus? Welche Wahrscheinlichkeit besteht nach einem negativen Test, dass der Patient dennoch an der Krankheit leidet? Dies zu berechnen, ist für behandelnde…
Eine höhere Glutenaufnahme in der Kindheit ist mit einer erhöhten Zöliakie-Inzidenz assoziiert. Noch untersucht werden muss, ob unterschiedliche Ernährungsmuster unabhängig von der Glutenaufnahme zu dieser Inzidenz beitragen. Eine Studie aus Schweden versuchte nun, Zusammenhänge zwischen Verzehrgewohnheiten im Alter von 9 bis 24 Monaten mit dem…
Sowohl das Amendment "Neue Nomenklatur zur MASLD" als auch die aktualisierte S3-Leitlinie Morbus Crohn sin aktuell zur Kommentierung freigegeben. Hinweise und Verbesserungsvorschläge zu den Inhalten können bis zum 31. Januar 2024 über leitlinien@dgvs.de eingereicht werden.
Eine Infektion mit dem Magenkeim Helicobacter pylori könnte das Risiko erhöhen, an Alzheimer-Demenz zu erkranken: Bei Menschen über 50 Jahren kann das Risiko nach einer Infektion mit Symptomen um durchschnittlich 11 Prozent erhöht sein, rund zehn Jahre nach der Infektion sogar um 24 Prozent. Das legen die Ergebnisse einer Studie von Charité –…
Während des Vietnamkriegs (1966-1975) versprühte das US-Militär Herbizide – insbesondere Agent Orange – zur Entlaubung der Wälder. Dies hat bis heute weitreichende und anhaltende klinische Auswirkungen. Im Laufe der Jahre wurde Agent Orange auch mit dem Auftreten verschiedener Tumorerkrankungen in Zusammenhang gebracht, was 1997 dazu führte, dass…
Bei Patientinnen und Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs schlagen therapeutische Maßnahmen unterschiedlich gut an. Nun haben Forscher:innen des Robert Bosch Centrums für Tumorerkrankungen (RBCT) einen neuen Ansatz gefunden, die Genaktivität in Patientenproben direkt zu untersuchen, wodurch sich die individuelle Ansprache auf Therapien künftig…
Bei Langzeiteinnahme von Protonenpumpeninhibitoren (PPI) drohen zahlreiche Nebenwirkungen. Nehmen Personen mit gastroösophagealem Reflux regelmäßig PPI ein, erhöht dies das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse signifikant. Das ergab nun eine groß angelegte prospektive Kohortenstudie aus China.
Einer pflanzlichen Ernährung werden neben einer geringeren Umweltbelastung im Vergleich zu einer omnivoren Ernährung auch gesundheitlichen Vorteile nachgesagt. Der hohe tägliche Verzehr an Obst und Gemüse, Hülsenfrüchten, Vollkorngetreide und Nüssen könnte sich dabei auch positiv auf die kardiometabolische Gesundheit auswirken, wie Forschende einer…
Nutzen Hausärzte die Software arriba-PPI in Beratungsgesprächen, so verschreiben sie weniger unnötige Säureblocker. Das ist das Ergebnis einer Studie, die das Institut für Allgemeinmedizin der Philipps-Universität Marburg gemeinsam mit Fachkolleginnen und -kollegen anderer Universitäten durchgeführt hat. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler…