Die Wahl des angemessenen Zeitpunkts für eine therapeutische Intervention ist aus Sicht von Tobias M. Nowacki und Dominik Bettenworth, Münster, entscheidend für den späteren Behandlungserfolg bei CED-Patienten. In ihrem Kommentar zur Studie von Ponsioen CY et al. erläutern die beiden warum.
Ist der optimale Zeitpunkt einer operativen Therapie bei Patienten mit Morbus Crohn immer erst nach exzessiver medikamentöser Behandlung zu finden? Die LiR!C-Studie verglich erstmalig in einem randomisierten, kontrollierten Studiendesign eine laparoskopische Ileozökalresektion mit einer anti-TNF-α Antikörpertherapie bei M. Crohn-Patienten mit…
Besteht der Verdacht auf eine nicht zöliakiebedingte Glutensensitivität (NCGS), streichen viele Betroffene glutenhaltige Lebensmittel ganz von ihrem Speiseplan. Das Überraschende dabei: Die meisten bemerken nicht, wenn sie doch etwas mit Gluten verzehren. Das zeigt jetzt eine randomisierte placebokontrollierte Doppelblindstudie.
Für die Behandlung primärer und metastasierender neuroendokriner Tumoren des Pankreas (pNET) kommt eine Kombination aus Operation sowie lokoregionaler und systemischer Therapie infrage. Überlebensvorteile individueller Behandlungen sind gut dokumentiert. Doch wie sieht es mit Daten zum kombinierten Outcome unter multimodaler Therapie aus? Hierzu…
Ein Teil der Patienten mit Morbus Crohn (MC) profitiert nicht ausreichend von Therapien, die gegen den Tumornekrosefaktor (TNF) gerichtet sind. Der monoklonale Antikörper gegen die p40-Untereinheit der Zytokine Interleukine 12 und 23, Ustekinumab, ist dann eine wirksame und sichere Alternative.
Bei Anastomosenstenose ist die endoskopische Ballondilatation (EBD) eine wirksame und sichere Alternative zur chirurgischen Therapie mit der Möglichkeit, die Maßnahme im Bedarfsfall zu wiederholen. So kann bei vielen Patienten mit Morbus Crohn (MC) eine OP herausgezögert und teilweise ganz vermieden werden.
Nüsse sind eine Wohltat: Bereits eine Handvoll am Tag kann den Gang zum Arzt ersparen. Denn Nüsse wirken in vielerlei Hinsicht positiv auf die Gesundheit. Forscher fanden jetzt aktuell heraus, dass der regelmäßige Verzehr bei Darmkrebs das Risiko für Rezidive und Mortalität signifikant reduziert.
Unabhängig von akuter Entzündung oder Remission: Patienten mit Colitis ulcerosa leiden häufig unter Reizdarm-ähnlichen Symptomen, wie eine populationsbasierte Kohortenstudie von Magne Henriksen und Kollegen der Universität von Oslo zeigt.
Bei Reizdarmpatienten ist die FODMAP-reduzierte Diät klinischen Studien folgend gut geeignet, um die Beschwerden der Betroffenen unter Kontrolle zu bringen. Die Anzahl randomisierter Studien bewegt sich mittlerweile im 2-stelligen Bereich. Ebenso gibt es inzwischen mehrere Metaanalysen, die den Benefit der Ernährungsform auf nahezu alle…
Um fit und gesund zu bleiben, greifen viele Menschen zu Nahrungsergänzungsmitteln. Doch dass dabei Vorsicht geboten ist, zeigt jetzt wieder einmal eine Studie, die herausfand, dass die mehrjährige Einnahme von Calcium das Risiko für Darmpolypen erhöht.
Auch bei Kindern zielt die Therapie entzündlicher Darmerkrankungen auf eine mukosale Heilung ab. Die Therapie mit Azathioprin kann zwar eine endoskopisch bestätigte Abheilung erreichen, histologisch aber keine Remission.
Dass Fertiglebensmittel ungesund sind, weiß eigentlich jeder. Bislang haben sich Forscher vor allem auf Gewichtszunahmen und Bluthochdruck als Ergebnis der ungesunden Ernährung konzentriert. Doch es geht noch dramatischer, wie diese erste prospektive Studie zum Thema Krebs durch Fertiglebensmittel beweist: Das generelle Krebsrisiko steigt, ebenso…
Gastroenterologen mit Spezialisierung für entzündliche Darmerkrankungen setzen mehr Immunmodulatoren und Biologika ein als ihre nicht spezialisierten Kollegen – sogar innerhalb einer einzigen Einrichtung, wie Shailandra Singh und Kollegen vom Allegheni-Allgemeinkrankenhaus in Pittsburgh feststellten.
Menschen mit Zöliakie sind auf glutenfreie Produkte angewiesen. Doch Lebensmittel ohne Gluten liegen auch bei Gesunden im Trend. Dass man allerdings nicht unbedingt gesünder lebt, wenn man auf das Klebereiweiß verzichtet, zeigt jetzt erneut eine populationsbezogene Querschnittsstudie.
Es ist eine Assoziation von entzündlichen Darmerkrankungen (CED) und Spondylarthropathien (SpA) bekannt. Eine Darmspiegelung kann die Patienten mit SpA identifizieren, die aufgrund einer Komorbidität mit einer CED besonders von der Tumornekrosefaktor-alfa(TNF)-Hemmung profitieren können.