DGVS warnt vor der Zerschlagung funktionierender Versorgungsstrukturen durch die Krankenhausreform
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Dass viele Standorte viszeralmedizinische Eingriffe künftig ohne eine spezialisierte Gastroenterologie durchführen dürfen, sei eine Fehleinschätzung und gefährde die Patientensicherheit dramatisch, so Prof. Jörg Albert, DGVS Vorstand für Gesundheitsökonomie.
Die geplante Krankenhausreform, die noch vor der parlamentarischen Sommerpause verabschiedet werden soll, wird die Behandlungsqualität von Patienten verschlechtern, wenn – wie jetzt geplant – das NRW-Modell unkritisch übernommen wird. Das wird in einer aktuellen Publikation der Regierungskommission besonders in der Gastroenterologie sichtbar, wie jetzt die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechsel (DGVS) betont. Nach den NRW-Kriterien werden an vielen Kliniken die Leistungsgruppen „Komplexe Gastroenterologie“ nicht identifiziert, obwohl sie die notwendigen Strukturvoraussetzungen mitbringen. Das führt zu der Fehlannahme, dass hochkomplexe Eingriffe an Leber oder Bauchspeicheldrüse an Kliniken ohne „Komplexe Gastroenterologie“ durchgeführt werden könnten. Das gefährdet die Patientensicherheit und wird dazu führen, dass qualitativ hochwertige Versorgungsstrukturen verschwinden werden.
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