Bilder sagen mehr als WorteVisuelle Behandlungspläne machen komplexe Krebstherapien leichter fassbar

Daniela Lukaßen-Held

Visuelle Behandlungspläne können das Verständnis und Vertrauen von Krebspatienten in ihre Therapie verbessern und die Informationsqualität erhöhen. Nicht nur Patienten, auch Ärzte bewerteten die viduellen Hilfen als hilfreicher als beispielsweise Audio-Informationen.

Strichmännchen Prozess
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Bilder sagen mehr als Worte - das zeigt sich auch in der Arzt-Patienten-Kommunikation. Mit visuell aufbereiteten Behandlungszeitplänen lassen sich Verständnis und Vertrauen von Krebspatienten in ihre Therapie stärken.

Krebstherapien sind häufig komplex und die einzelnen Abläufe sind für Betroffene nur schwer zu verstehen. Das macht es auch schwerer für sie, Therapieentscheidungen zu treffen. Aus diesem Grund haben Wissenschaftler nun visuelle Hilfen entwickelt.

Gestärkte Arzt-Patienten-Kommunikation

Mithilfe von Online-Befragungen und persönlichen Umfragen untersuchte daher ein Studienteam, inwieweit visuelle Hilfsmittel in Form von Behandlungszeitplänen zur Kommunikation des Behandlungspfades das Verständnis von Krebspatienten verbessern können. Dazu nutzten die Wissenschaftler visuelle Behandlungszeitpläne exemplarisch für 3 Hämatologie-Behandlungen.

Es zeigte sich, dass sich diese sowohl positiv auf das Verständnis als auch auf das Vertrauen auswirkten. Insgesamt wurden visuelle Hilfen hinsichtlich ihrer Informationsqualität von den Betroffenen höher eingestuft als beispielsweise Audio-Informationen. 

Besseres Verständnis als bei Audio-Aufnahmen 

Auch Ärzte bewerteten die visuellen Hilfen positiv. Allerdings sei es notwendig, die Lesbarkeit für jede Darstellung zu bewerten, da nicht alle visuellen Darstellungen leicht zu interpretieren waren. In der Studie wurden Piktogramme, Comics und Fotos genutzt. Getestet wurden insgesamt 8 medizinische Begriffe. Dabei zeigte sich, dass mindestens 85% der 306 Teilnehmenden von den 8 in der Studie getesteten Begriffen 6 Piktogramme, 5 Comics und 4 Fotos richtig deuteten.  

Quelle: Jambor HK et al. J Am Med Inform Assoc 2025 Jan 16: ocae319. DOI: 10.1093/jamia/ocae319