Je früher, desto besser?Rauchstopp senkt Komplikationen bei Krebsoperationen

Daniela Lukaßen-Held

Ein Rauchstopp verbessert die Heilungschancen nach Krebsoperationen – vor allem, wenn er frühzeitig erfolgt. Eine neue Studie belegt: Der Zeitpunkt des Rauchstopps kann entscheidend für postoperative Risiken sein.

Ein Rauchstopp vor Krebsoperation kann das Komplikationsrisiko beim Eingriff senken.
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Ein längerer Zeitraum zwischen der Raucherentwöhnung und dem operativen Eingriff kann das Risiko für postoperative Komplikationen senken.

Ein Rauchstopp verbessert bei Krebspatienten vielfach die Prognose. Doch spielt es hinsichtlich des postoperativen Komplikationsrisikos eine Rolle , wie lange die Rauchentwöhnung vor einer Krebsoperation stattgefunden hat?

Generell hatten Raucher ein um rund 30% höheres Risiko für postoperative Komplikationen als Patienten, die bereits vor längerer Zeit das Rauchen aufgegeben hatten. Allerdings kam es darauf an, wie lange vor dem Eingriff der Rauchstopp erfolgt war. So zeigten sich keine großen Vorteile, wenn die Betroffenen erst 2 Wochen bis 3 Monate vor ihrer Krebsoperation mit dem Rauchen aufgehört hatten. Unterschiede zeigten sich hier jedoch mit Blick auf Menschen, die mindestens 1 Jahr vor dem Eingriff aufgehört hatten, zu rauchen. Hier kam es seltener zu Komplikationen. 

Optimaler Zeitpunkt für Rauchstopp bleibt unklar 

Insgesamt kamen die Wissenschaftler zu dem Ergebnis, dass ein längerer Zeitraum zwischen der Raucherentwöhnung und dem operativen Eingriff das Risiko für postoperative Komplikationen senken kann. Der optimale Zeitpunkt für die Rauchentwöhnung vor einer Krebsoperation blieb den Wissenschaftlern zufolge aber unklar. Hierzu seien höhere Evidenzwerte erforderlich, so das Team um Dr. Clement Wong von der australischen Deakin University, Burwood (Victoria, Australien).

Quelle: Wong C et al. JAMA Netw Open 2025; 8: e250295. DOI: 10.1001/jamanetworkopen.2025.0295