Eine Leberzirrhose macht sich oft schleichend bemerkbar. Über Jahre kann die Krankheit unentdeckt bleiben. Heilbar ist eine Leberzirrhose nicht, allerdings kann sich die Lebenserwartung ohne Behandlung drastisch verkürzen. Um Menschen mit dieser und anderen chronischen Lebererkrankungen mehr Zeit und mehr Lebensqualität zu geben, kommt als…
Die Untersuchung des Magens verbinden viele Betroffene mit unangenehmen Behandlungen mittels eines eingeführten Schlauchs über den Mund- und Rachenraum bis in die obere Magenpartie und langen Wartezeiten aufgrund fehlenden Fachpersonals. Zusammen mit zwei weiteren Partnern forscht das Fraunhofer IZM nun in dem vom BMBF geförderten Projekt nuEndo…
Infektionskrankheiten ausgelöst durch Bakterien und andere Mikroben stellen weltweit die häufigsten Todesursachen beim Menschen dar. Etwa die Hälfte der Weltbevölkerung trägt das Bakterium Helicobacter pylori im Magen, das als wichtigster Risikofaktor für Geschwüre, MALT-Lymphom und Adenokarzinom im Magen gilt. Eine erfolgreiche antimikrobielle…
Ein neuartiger Wirkstoff namens „FerriIridium“ soll gleichzeitig Therapie und Diagnostik von Magenkrebs möglich machen. Die zunächst wenig wirksame Vorstufe („Prodrug“) auf Basis einer iridiumhaltigen Verbindung wird erst innerhalb der Tumorzellen selektiv durch deren erhöhten Gehalt an Eisenionen aktiviert, wie Wissenschaftler in der Zeitschrift…
Kann man krank sein, ohne sich krank zu fühlen? Im Falle einer Infektion der Leber mit Hepatitis-Viren ist dies durchaus möglich, weshalb Experten auch vor einen „stillen Epidemie" warnen, die weltweit zu vielen vermeidbaren Todesfällen führt. Wie man sich vor einer derartigen Infektion schützt, woran man sie erkennt und wie sie behandelt werden…
Darmkrebszellen mit einem Defekt in p53, einem der wichtigsten Kontrollproteine des Zellwachstums, kurbeln einen bestimmten Stoffwechselweg an, um sich so an den Sauer- und Nährstoffmangel im Tumorinneren anzupassen. Statine – häufig verordnete Cholesterinsenker – blockieren diesen Stoffwechselweg und treiben die Krebszellen in den Tod, wie…
Die Zahl der Krebserkrankungen dürfte in den kommenden Jahrzehnten weltweit stark steigen. Zu den Gründen gehört nicht nur die steigende Lebenserwartung.
Zwei Teelöffel Wasser und ein Wasserglas – mehr braucht es nicht, um bei hochbetagten Menschen ein erhöhtes Risiko für Schluckstörungen zu erkennen. Diese Erkenntnis hat die Arbeitsgemeinschaft Dysphagie der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) veröffentlicht und ihr Dysphagie Screening Tool Geriatrie (DSTG) vorgestellt.
Welche Faktoren dazu führen, dass sich das Immunsystem bei Patienten mit Multipler Sklerose (MS) gegen körpereigene Zellen richtet, sind weitgehend unbekannt. Einen potenziellen Faktor beschreibt ein Forschungsteam in der Zeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences“. Die Mediziner zeigten im Tiermodell, dass das Protein Smad7…
Um sich vermehren zu können, blockieren Durchfallerreger zelluläre Faktoren, die zum programmierten Zelltod führen. Das stellten Wissenschaftler der Universität zu Köln fest.
Mikroorganismen bevölkern unsere Körperoberflächen, außen wie innen. Aber gerade unser Darm bietet Lebensraum für Billionen von Bakterien. Dieses mikrobielle Ökosystem, auch als Mikrobiom bezeichnet, begleitet jeden Menschen von der Geburt bis zu seinem Tod. Es ist so individuell wie der eigene Fingerabdruck, dabei jedoch in Zusammensetzung und…
Obwohl Hepatitis E jedes Jahr über drei Millionen Infektionen und rund 70.000 Todesfälle verursacht, ist das Virus bisher wenig untersucht. Das könnte sich ändern, denn ein Forschungsteam aus Bochum und Hannover hat ein robustes und verbessertes Zellmodell des Erregers entwickelt. Es produziert etwa 100-mal mehr infektiöse Viruspartikel als…
Die Klinik für Strahlentherapie am Universitätsklinikum Frankfurt und das MD Anderson Cancer Center Texas haben in zwei Forschungsprojekten geschlechterspezifische Unterschiede bei der Studienbeteiligung und dem Behandlungsverlauf des kolorektalen Karzinoms festgestellt.
Ein Forscherteam mit der Ulmer Biologin Prof. Simone Sommer hat untersucht, wie sich Durchfallerreger wie der Adenovirus auf das Darmmikrobiom auswirken. Untersucht haben sie dies an madagassischen Lemuren. Dabei fanden sie heraus, dass sich die Darmflora der infizierten Mausmakis in ihrer Zusammensetzung massiv verändert hat: nützliche…
Molekularbiologen haben RNA-Moleküle identifiziert, die für die Entstehung von Fibrosen verantwortlich sind: Krankhafte Verhärtungen im Gewebe von Organen, die deren Funktion beeinträchtigen und unter anderem bei Patienten mit Leberzirrhose und Krebs auftreten. Die Erkenntnisse könnten neue Behandlungsmöglichkeiten eröffnen.