Schutz vor GastroenteritisMagen-Darm-Infekt: Gastroenterologin gibt fünf Hygienetipps gegen Ansteckung

Wenn Patienten mit einer akuten Gastroenteritis in Ihrer Praxis vorstellig werden, ist die Frage nach dem Schutz der Angehörigen meist nicht weit. Um zu verhindern, dass sich weitere Haushaltsmitglieder anstecken, kommt es auf strenge Hygiene an, wie Gastroenterologin Petra Jessen sagt. Die Medizinerin, die Vorstandsmitglied des Berufsverbands Niedergelassener Gastroenterologen Deutschlands (bng) ist, gibt folgende Tipps, die Sie Ihren Patienten direkt mit auf den Weg geben können.

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Magen-Darm-Infekt zu Hause: Was schützt Angehörige vor Ansteckung mit Norovirus, Rotavirus und Co.?

Fünf hilfreiche Tipps: 

  • Gründliches Händewaschen nach jedem Toilettengang, vor dem Essen und nach Kontakt mit der erkrankten Person. Zusätzlich gut: regelmäßig ein Händedesinfektionsmittel nutzen.
     
  • Häufig berührte Oberflächen wie Türgriffe oder Lichtschalter desinfizieren.
     
  • Die erkrankte Person kann eine separate Toilette nutzen? Sehr gut. Ist das nicht machbar, sollte das Klo nach jedem Toilettengang der erkrankten Person gründlich gereinigt und desinfiziert werden - am besten von ihr selbst. Putzt jemand anders, kann sich die Person mit Einweghandschuhen und einem Mundschutz vor Ansteckung schützen, so «gesundheitsinformation.de».
     
  • Nicht das gleiche Handtuch im Badezimmer wie die erkrankte Person nutzen. Ideal sind für diese Zeit Einweghandtücher.
     
  • Kleidung, Bettwäsche, Handtücher oder Waschlappen, die mit Durchfall oder Erbrochenem verunreinigt sind, gehören bei mindestens 60 Grad in die Waschmaschine. «infektionsschutz.de» rät außerdem, auch Geschirr, das die erkrankte Person genutzt hat, in der Spülmaschine bei höchster Temperatur zu reinigen.

Fazit

Bei einer akuten Gastroenteritis im Haushalt entscheidet konsequente Hygiene darüber, ob es bei einem Krankheitsfall bleibt. Händewaschen, Flächendesinfektion, getrennte Handtücher und Wäsche bei mindestens 60 Grad sind die wirksamsten Maßnahmen, die Sie Ihren Patientinnen und Patienten direkt an die Hand geben können. Ein kurzer Hinweis in der Sprechstunde kann so Folgeinfektionen im familiären Umfeld effektiv verhindern.